Jutta Kruft

Mit vereinten Kräften gegen Brustkrebs

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Brustzentrum am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr zum wiederholten Male rezertifiziert.
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Freuen sich über die erfolgreiche Rezertifizierung des Brustzentrums am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr: Leitende Oberärztin Dr. Barbara Schlesinger (4. v.l.) und Breast Care Nurse Tamara Bünnagel (5. v.l.) mit einem Teil des Teams sowie Kooperationspartnern.

Freuen sich über die erfolgreiche Rezertifizierung des Brustzentrums am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr: Leitende Oberärztin Dr. Barbara Schlesinger (4. v.l.) und Breast Care Nurse Tamara Bünnagel (5. v.l.) mit einem Teil des Teams sowie Kooperationspartnern.

Foto: Marienhaus

Oktober ist Brustkrebsmonat. Da passt es ganz wunderbar, dass sich die Gynäkologie am Krankenhaus Maria Hilf erneut über die erfolgreiche Rezertifizierung ihres Brustzentrums freuen kann. Das frisch eingetroffene Zertifikat bestätigt abermals die Einhaltung höchster medizinischer Standards bei der Behandlung von Brustkrebs. Dr. Barbara Schlesinger, leitende Oberärztin des Brustzentrums, ist stolz auf die Leistung ihres Teams, zu dem neben Fachärztinnen und -ärzten auch speziell ausgebildete Fachkräfte aus den Bereichen Pflege, Therapie, Sozialarbeit, Psychoonkologie und Seelsorge gehören. Die Erstzertifizierung nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Senologie sowie der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgte bereits 2007. Seither wird die Qualität der Behandlung jedes Jahr im Rahmen eines Audits auf den Prüfstand gestellt. Eine Rezertifizierung wie die aktuelle findet alle drei Jahre statt. Dabei werden auch Kooperationspartner - darunter Radiologen, Onkologen, Pathologen, Nuklearmediziner und Strahlentherapeuten - einbezogen. Immerhin erfordert die oft komplexe Therapie von Brustkrebs ein abgestimmtes Netzwerk unterschiedlichster Expertinnen und Experten. Im Brustzentrum des Krankenhauses Maria Hilf zeigt sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Beispiel in den wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen, an denen Spezialisten aller beteiligter Fachdisziplinen teilnehmen. "Hier besprechen wir die Befunde jeder einzelnen Patientin und legen gemeinsam die Therapiepläne fest, die den meisten Erfolg versprechen", erklärt Dr. Schlesinger.

Früherkennung: Gute Heilungschancen

Wird Brustkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen gut. Den Brustkrebsmonat Oktober möchte das Team des Brustzentrums daher zum Anlass nehmen, um für regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zu werben. "Frauen ab 30 Jahren sollten einmal im Jahr ihre Brust abtasten lassen", empfiehlt Breast Care Nurse Tamara Bünnagel. "Zum Beispiel in einer gynäkologischen Praxis." Alle zwei Jahre erhalten Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zusätzlich eine Einladung zu einem Mammografie-Screening. "Mit dieser Röntgenuntersuchung der Brust können selbst kleinste Verdichtungen oder Mikrokalkablagerungen im Drüsengewebe sichtbar gemacht werden", erklärt Dr. Schlesinger und rät jeder Frau, dieses Angebot auch tatsächlich wahrzunehmen. "Immerhin liegt in der Früherkennung die größte Chance im Kampf gegen den Brustkrebs."


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