Jutta Kruft

Tempo 30 für Remagener Ortskerne

Remagen. Geschwindigkeitsreduzierung auf allen Gemeindestraßen umgesetzt.
Bilder
Im Bereich der innerstädtischen Gemeindestraßen wurden Tempo 30-Zonen eingerichtet.

Im Bereich der innerstädtischen Gemeindestraßen wurden Tempo 30-Zonen eingerichtet.

Foto: Stadt Remagen

Im Rahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes hat der Rat der Stadt Remagen im September 2021 beschlossen, in den innerörtlichen Bereichen aller Ortsteile von Remagen durchgängig eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h umzusetzen. Mit der Maßnahme werden die Luftreinhal-tung und der Lärmschutz gefördert sowie die Aufenthaltsqualität und die Verkehrssicherheit er-höht. Im Bereich der innerstädtischen Gemeindestraßen wurden nunmehr Tempo 30-Zonen eingerich-tet während auf den Hauptverkehrsstraßen Alte Straße, Goethestraße sowie Mittelstraße eine durchgehende Tempo 30-Beschilderung eingeführt wurde. Gerade hier herrschte bisher ein regel-rechter Flickenteppich mit häufigem Wechsel zwischen Tempo 50 und Tempo 30 auf teils weni-gen hundert Metern. Diese Straßen sollen auch weiterhin Vorfahrtsstraßen bleiben, um einen gleichmäßigen Verkehrsfluss zu gewährleisten. In den Tempo 30-Zonen hingegen gilt an Kreu-zungen und Einmündungen rechts vor links. Bestehende niedrigere Geschwindigkeitsbeschränkungen (Tempo 20-Zonen) oder verkehrsberu-higte Bereiche bleiben bestehen, ebenso wie Tempo 50 auf der B9 innerorts. Für die B266 sowie die L79 (Bergstraße) befindet sich die Stadtverwaltung noch im Gespräch mit dem Landesbetrieb Mobilität, da dieser die Geschwindigkeitsreduzierung hier jeweils anordnen und umsetzen muss. Die Maßnahme soll insbesondere dem veränderten Verkehrsverhalten der Bürgerinnen und Bür-ger Rechnung tragen und schwächere Verkehrsteilnehmende stärker schützen. "Es war mir ein Anliegen, dieses Projekt zeitnah umzusetzen um die Verkehrssicherheit insgesamt zu verbessern und die Geschwindigkeitsregelungen zu vereinheitlichen. Diese Maßnahme soll niemanden be-nachteiligen, sondern ein gutes Miteinander und mehr Sicherheit im Straßenverkehr fördern. So haben wir nun einen Baustein im Sinne unseres neuen Leitbildes "gleichberechtigt miteinander mobil" umgesetzt", erklärt Bürgermeister Björn Ingendahl. In Kombination mit der gemeinsamen Übernahme der Kontrolle des fließenden Verkehrs (Ge-schwindigkeitsmessungen) mit der Verbandsgemeinde Bad Breisig voraussichtlich ab 2024 ver-sprechen sich Politik und Verwaltung eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit. Selbst große Metropolen wie Paris setzen mittlerweile auf Tempo 30. Eine grundsätzliche Redu-zierung der Geschwindigkeit schützt schwächerer Verkehrsteilnehmende. So reduziert sich der normale Bremsweg von 25 Meter bei 50 km/h auf 9 Meter bei 30 km/h. Bei einer Vollbremsung von 12,5 Meter auf 4,5 Meter. Studien belegen zudem, dass die Lärmbelastung um etwa 2 - 3 Dezibel abnimmt. Dies liegt deutlich im wahrnehmbaren Bereich. Gleichzeitig erhöht sich die Fahrzeit, gerade im Stadtgebiet, nur unwesentlich.