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Entwicklung am Hahn: Boch denkt an Drei-Stufen-Modell

Am Donnerstag diskutiert der rheinland-pfälzische Landtag die aktuelle Situation am Flughafen Hahn. Vor der Debatte wirbt Volker Boch, Landratskandidat im Rhein-Hunsrück-Kreis, für eine konzeptionelle Betrachtung der Perspektiven am Hahn. „Es sollte jetzt nicht um neue Negativspekulationen oder politische Schuldzuweisungen gehen, sondern um die Zukunft am Hahn“, sagt Volker Boch.
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Vor der Debatte im rheinland-pfälzischen Landtag wirbt Landratskandidat Volker Boch für einen Dreiklang aus Flugbetrieb, interkommunalem Gewerbegebiet und einem zweiten Campus-Projekt.

Vor der Debatte im rheinland-pfälzischen Landtag wirbt Landratskandidat Volker Boch für einen Dreiklang aus Flugbetrieb, interkommunalem Gewerbegebiet und einem zweiten Campus-Projekt.

„Ich halte es für sehr sinnvoll, am Hahn zukunftsgerichtete Themen und Technologien in den Blick zu nehmen“, sagt Volker Boch hinsichtlich des Vorschlags der Landtagsfraktion der Freien Wähler, am Hahn einen Landesschwerpunkt bezüglich der Speicherung von erneuerbarer Energie durch „grünen“ Wasserstoff zu setzen. „Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist eine Pionierregion der Energiewende in Deutschland, und er kann viel mehr als Windkraft“, sagt Volker Boch. Ein wichtiger Teil seines Wahlprogramms ist die weitere Ausgestaltung der regionalen Energiewende. Aus seiner Sicht müsse dies die Bereiche Energieeffizienz und -speicherung sowie auch den Schutz von Ressourcen umfassen. „Der Vorstoß der Freien Wähler zur Wasserstoffforschung am Hahn ist ein sehr guter Gedanke, der zum Rhein-Hunsrück-Kreis als Energiekommune des Jahrzehnts passt“, sagt Volker Boch. „Ich kann mir ein vom Land auf den Weg gebrachtes Technologiezentrum wirklich gut in unserer Region vorstellen.“ Volker Boch setzt am Hahn insgesamt auf ein dreistufiges Entwicklungsmodell. „Die Fortführung des Flugbetriebs ist ein wichtiger Bestandteil der weiteren Entwicklung“, sagt er. „Hier hängt aber alles davon ab, welches Ergebnis das Insolvenzverfahren bringt.“ Seiner Kenntnis nach gibt es mehrere Interessenten für den Flughafen. „Jeder Investor, der es ernst meint, muss wissen, dass für einen langfristigen Flugbetrieb am Hahn Investitionen nötig sind“, sagt Volker Boch. Parallel zum Flugbetrieb möchte er zwei weitere Elemente der Entwicklung am Hahn forcieren. „Unsere Region ist aufgrund der guten Verkehrsinfrastruktur hoch attraktiv für die Ansiedlung von Gewerbe“, sagt Volker Boch. „Mein Ziel ist es, am Hahn die seit vielen Jahren erschlossenen, sogenannten landseitigen Flächen als interkommunales Gewerbegebiet zu entwickeln. Auf diese Weise können verschiedene Kommunen aus dem Umfeld des Hahns mit eingebunden und wichtige Ressourcen an anderer Stelle geschont werden.“ Volker Boch verweist darauf, dass bis zum Ende des Jahrzehnts die B50 bis zum Hochmoselübergang vierspurig ausgebaut sein soll. „Ich bedauere, dass bereits begonnene Bebauungsplanverfahren zur Gewerbeflächenentwicklung am Hahn in der jüngeren Vergangenheit wieder eingestellt wurden“, sagt Volker Boch. „Vieles liegt seit Jahren auf Eis. Das muss sich ändern.“ Gespräche mit regionalen Unternehmen zeigen dem Landratskandidaten, dass es in der Region das nötige Know-how, Interesse und die Bereitschaft gibt, um die landseitigen Flächen „mit der Kraft der Region“ zu entwickeln. Einen dritten Baustein der Zukunftsplanung am Hahn sieht Volker Boch im Bereich der früheren Housing Area. „Seit dem Verkauf dieses Teils der Liegenschaft an die ADC-Gruppe weiß niemand so richtig, was los ist“, sagt Volker Boch, „konkrete Planungen sind nicht bekannt, das Areal sieht schlimm aus.“ Der Landratskandidat hat aber die große Hoffnung, dass auch dieser Teil des Hahns entwickelt werden kann. „Ich begrüße es sehr, dass das Land vor vielen Jahren die Landespolizeischule am Hahn eingerichtet hat“, sagt Volker Boch, „die Aufnahme des Studienbetriebs vor 25 Jahren war ein wichtiger Schritt. Ich möchte mich jetzt dafür einsetzen, dass wir diesen Gedanken neu aufgreifen, für einen Bereich, in dem wir Fachkräfte sehr dringend benötigen: im Gesundheitssektor.“ Volker Boch hat den Gedanken eines Gesundheitscampus am Hahn entwickelt, an dem Fachkräfte gerade im pflegerischen Bereich aus- und fortgebildet werden könnten. „Für mich wäre dies ein tolles Projekt, das landesweit Impulse aussenden könnte“, sagt der Landratskandidat. Er wirbt mit seinem dreistufigen Modell dafür, am Hahn grundsätzlich konzeptionell zu denken und den Hahn nicht mehr nur auf den Flugbetrieb zu reduzieren.