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"Gelobtes Land" zieht positive Zwischenbilanz

Leben und Arbeiten auf dem Land liegt im Trend, immer mehr Menschen wollen raus aus der Stadt – und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Genau diejenigen spricht der Rhein-Hunsrück-Kreis gezielt mit seiner Imagekampagne "Gelobtes Land" an. Die rheinland-pfälzische Region zwischen Koblenz, Mainz und Trier wirbt aufmerksamkeitsstark und selbstbewusst um Fachkräfte und junge Familien, will diese für den Zuzug hierhin begeistern. Zwei Jahre sind seit dem Start am 1. September 2018 vergangen.
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Nach zwei Jahren Standortmarketing für den Rhein-Hunsrück-Kreis zieht die Kampagne "Gelobtes Land" eine positive Zwischenbilanz.

Nach zwei Jahren Standortmarketing für den Rhein-Hunsrück-Kreis zieht die Kampagne "Gelobtes Land" eine positive Zwischenbilanz.

Niemand kennt die Kampagne so gut wie sie: Hannah Wagner, Projektleiterin beim Regionalrat Wirtschaft Rhein-Hunsrück. Die 30-Jährige ist nicht nur der Kopf hinter der Kampagne, sondern zugleich auch deren „Gesicht“. Sie ist das Sprachrohr, wirbt unermüdlich für die Region, ihre Heimat. Über alle Kanäle: Print, Online, Social Media und live auf Veranstaltungen. Die Fakten hat sie direkt parat: bisher 25 Monate Laufzeit, über 65 Unterstützer (Kreis, Kommunen, Unternehmen), Termine und Veranstaltungen im dreistelligen Bereich, über 110 000 Aufrufe der Website, rund 280 direkte Anfragen an die Servicestelle, 80 Bewerbungen, die von hier an die Unternehmen weitergeleitet wurden sowie 20 direkt über die Kampagne vermittelte Jobs. „Überregionale Reichweite bot zuletzt unsere Medienpartnerschaft mit RPR1. anlässlich der Heimat Europa Filmfestspiele vom 9. August bis 6. September in Simmern/Hunsrück“, freut sich Hannah Wagner. „Dieser Kulturevent hat national auf den Bekanntheitsgrad und das Image des Rhein-Hunsrück-Kreises eingezahlt – und das nicht nur unter Filmliebhabern.“ Dabei lässt sich der Erfolg einer solchen Standortmarketingkampagne nicht nur unmittelbar an Statistiken messen, die vielfältigen Kommunikationsmaßnahmen zeigen auch indirekt Wirkung. So werden beispielsweise die Bewerbungen nicht erfasst, die zwar auf die Kampagne zurückgehen, aber nicht über die zentrale Servicestelle beim Regionalrat laufen. Die Wirtschaft hat diesen Nutzen erkannt, immer mehr regionale Unternehmen unterstützen als Förderer die Kampagne finanziell. Aktuell sind es rund 60, in erster Linie kleine und mittelständische Unternehmen, weitere Partner sind der Landkreis sowie zahlreiche Kommunen.

Kampagne wird laufend weiterentwickelt

Die vor zwei Jahren gestartete Kampagne ist agil und dynamisch. „Seit dem Startschuss lernen wir sozusagen täglich dazu, optimieren und passen unsere Maßnahmen entsprechend an die Bedürfnisse unserer Zielgruppen an“, erläutert Hannah Wagner. Dabei setzt der Regionalrat
Wirtschaft Rhein-Hunsrück auch auf externe Partner, die mit ihrem Know-how unterstützen, zum Beispiel bei Social Media oder der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Jüngstes Beispiel: der Relaunch des Internetauftritts. Die Website wurde in den vergangenen Monaten komplett überarbeitet und präsentiert sich seit Mitte September im neuen Look, optisch und inhaltlich. Mehr Benutzerfreundlichkeit war das Ziel, mehr Authentizität – und der neue Auftritt überzeugt auf den ersten Blick durch seinen neuen, klar strukturierten Aufbau, neue Bildwelten mit authentischen Motiven aus der Region und, als neuem technischem Tool, erstmals einem Chat-Bot. Damit können die Nutzer ihre konkreten Anfragen direkt über die Website zielgerichtet stellen – ein weiterer Schritt zur leichteren, direkten Kontaktaufnahme.

Strategiewechsel durch Pandemie

Keine Bilanz ohne einen Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie. „Auch wir spüren natürlich die Folgen“, räumt Hannah Wagner ein. Aber von einem „Corona-Loch“ könne keine Rede sein. Schnell habe man umdisponiert, die Kommunikation auf den sozialen Kanälen deutlich intensiviert. Auch hier spüre man den Drang der Menschen aus der Stadt aufs Land. Corona wirke hier wie ein Verstärker und Beschleuniger, die persönliche Lebensplanung aktiv zu gestalten, denn „die Menschen vergessen ihren Traum vom Leben auf dem Land ja nicht wegen Corona“, wie Wagner aus verschiedenen Kontaktanfragen weiß. „Im Gegenteil: Jetzt ist für viele der Zeitpunkt gekommen, endlich raus aus der Stadt ins Grüne zu ziehen, wo es Jobs und Raum gibt, Raum auch für den derzeit gebotenen Abstand.“ Wie es weitergeht in den kommenden (mindestens) drei Jahren? „Wir stecken nach wie vor voller Kraft, Begeisterung und kreativer Ideen. Unser Ziel ist und bleibt es, ein modernes Bild
vom Rhein-Hunsrück-Kreis zu vermitteln, als ländlicher Region mit optimalen Bedingungen für Leben, Jobs und Raum“, blickt Hannah Wagner optimistisch auf die weitere Entwicklung. www.gelobtesland.de