Andrea Wagner

Jahrmarkt 2015: Polizei und DRK ziehen Bilanz

Keine großen Schlägereien aber trotzdem mehr Einzelvergehen: Die Polizei blickt auf einen ereignisreichen Jahrmarkt zurück. Beim Roten Kreuz suchten an den fünf Jahrmarktstagen rund 340 Leute Hilfe.

Auch beim 187. Kreuznacher Jahrmarkt hatte die Polizei wieder eine Jahrmarktswache eingerichtet und diese während der Dauer des Jahrmarktes in gestaffelten Phasen mit unterschiedlichen Einsatzstärken betrieben.Das Konzept, durch deutlich sichtbare Präsenz Aggressionsdelikte bereits im Ansatz zu erkennen und zu unterbinden, hat zu geführt, dass größerer Schlägereien unterbunden werden konnten.Dennoch ist im Vergleich zum Vorjahr insgesamt eine Steigerung bei den festgestellten bzw. angezeigten Delikten erkennbar. Auf dem Gebiet der Körperverletzungsdelikte war eine deutliche Steigerung von 17 auf 24 Delikte festzustellen.In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung wurden auch Jugendschutzkontrollen gemacht. Bei 290 kontrollierten Jugendlichen, kam es zu 30 Beanstandungen in Bezug auf unerlaubtes Rauchen und Genuss unerlaubter Alkoholika. Bei drei jungen Männern wurden unerlaubte Betäubungsmittel in Form von Marihuana festgestellt.Bei Verkehrskontrollen rund um den Jahrmarkt wurden bei nur vier Fahrern alkohol- bzw. drogenbedingte Auffälligkeiten festgestellt. Den Fahrern musste eine Blutprobe entnommen werden.Zusammenfassend ein aus polizeilicher Sicht zwar ein ereignisreicher Jahrmarkt aber ohne herausragende Ereignisse. DRK: keine minderjährigen Alkoholopfer Für die Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes ist nach rund 2 000 Stunden Sanitätsdienst der Bad Kreuznach Jahrmarkt 2015 beendet. Nach einem arbeitsreichen Anfang, wurde es gegen Ende wetterbedingt etwas ruhiger für die Einsatzkräfte. Insgesamt haben 360 Personen die Hilfe des DRK über den Jahrmarkt hinweg in Anspruch genommen. 65 von ihnen mussten zur Weiterbehandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht werden. Überwiegend hatten es die ehrenamtlichen DRKler mit kleineren Schnittwunden, Insektenstichen sowie Kreislaufproblemen zu tun. Vereinzelt kam es auch zu Knochenbrüchen. "Erfreulich ist, dass in diesem Jahr kein Jugendlicher unter 18 Jahren wegen Trunkenheit vom DRK betreut werden musste", erklärt Wachhabender Markus Wolffs. Ein genereller Rückgang von alkoholisieren Personen ist allerdings nicht zu verzeichnen.