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Karbach-Salmrohr: Gerechtes Unentschieden ohne Tore

Es gibt so Fußballspiele, bei denen ahnt man schon zur Halbzeit, dass es Unentschieden enden wird. Ein solches erlebten die knapp 400 Zuschauer mit der Partie Karbach gegen Salmrohr, die am Ende torlos ausging.
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Frei am Torraum kam Enrico Köppen (20) zum Schuss, aber der gute Salmrohrer Torwart Daniel Ternes (verdeckt durch Schiedsrichterin Johanne Mengelkoch) konnte den Ball noch mit der linken Hand abwehren. Am Ende war das torlose Remis für beide Teams gerecht. (Foto: Arno Boes)

Frei am Torraum kam Enrico Köppen (20) zum Schuss, aber der gute Salmrohrer Torwart Daniel Ternes (verdeckt durch Schiedsrichterin Johanne Mengelkoch) konnte den Ball noch mit der linken Hand abwehren. Am Ende war das torlose Remis für beide Teams gerecht. (Foto: Arno Boes)

Es hätte auch ein 3:3 oder 4:4 sein können, denn Chancen hatten beide Mannschaften genug. In der ersten Viertelstunde gab es die fast im Minutentakt auf beiden Seiten. Doch die Blau-Weißen zeigten sich im Abschluss vor dem Tor zu unkonzentriert, einige Bälle gingen nur knapp vorbei oder wurden von dem guten FSV-Torwart Daniel Ternes pariert. Und auf der gegenüberliegenden Seite machte die Karbacher Abwehr und auch Keeper Lukas Schmitt einen guten Job, wenn oft auch erst auf den letzten Drücker. Gut zu tun hatten sie Mitte der ersten Halbzeit, als Salmrohr drückte, den Ball aber nicht über die Linie brachte. Köppen hatte die Führung auf dem Fuß Die größte Chance hatte in der 34. Minute Enrico Köppen, der freistehend am 5-Meter-Raum am glänzend reagierenden Ternes scheiterte. Wenige Minuten später standen die beiden wieder im Mittelpunkt, als Köppen einen weit vorgelegten Ball nicht mehr erreichte, dafür aber den Torwart am rechten Oberschenkel mit dem Knie traf. Ternes wurde zweimal behandelt, musste dann aber in der 43. Minuten gegen Andreas Sicken ausgetauscht werden. „Bis dahin hatten wir etwas mehr vom Spiel, aber dieses Foul gegen unseren Keeper brachte einen Bruch in unser Spiel.“, meinte Gästetrainer Paul Linz im Pressegespräch. „Aber Andreas hat noch nie einen Ball hereingelassen, wenn er eingewechselt wurde, das war vielleicht auch ein gutes Omen für die zweite Halbzeit.“, fügte er noch an. Umstellung brachte Druck, aber keinen Erfolg In der Pause stellte dann Karbachs Trainer Torsten Schmidt sein Spielsystem um, zog Tim Puttkammer etwas aus der Spitze in die zweite Angriffsreihe zurück. Das brachte zwar noch mehr Druck auf das Gästetor, aber nicht den erhofften Erfolg. Und da beide Teams über die gesamte Spielzeit mit einem frühen Pressing auf den Gegner agierten, blieben auch die Mittelfeld-Kombinationen, aus denen Karbach in der Saison sich manche Torchance erarbeiten konnte, aus. Nur wenige Bälle fanden Enrico Köppen, der damit als verbleibende Sturmspitze meist auf verlorenem Posten stand. Zwar gab es noch hüben wie drüben die Möglichkeiten, um doch noch mit einem späten Tor die drei Punkte zu sichern, aber als die gut agierende Schiedsrichterin Johanna Mengelkoch abpfiff, gingen das Remis und die Punkteteilung völlig in Ordnung. „Beiden Mannschaften merkte man an, dass sie durch den Ausfall einiger verletzter Spieler nicht zur gewohnten Stärke fanden.“, fasste Torsten Schmidt das Spiel zusammen. „In der ersten Halbzeit drückte Salmrohr, in der zweiten haben wir es verpasst, uns selber für das bessere Angriffsspiel mit einem Tor zu belohnen. Somit geht das Unentschieden in Ordnung, mit Blick auf die bisherige Saison kann ich mit dem Punkt sehr gut leben.“ Ähnlich sah es auch Paul Linz, der in Karbach eine doch besser eingestellte Mannschaft präsentierte, als noch bei der Heimspiel-Niederlage im August. Der FC Karbach überwintert nun mit 36 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Kaum einer hat das dem Aufsteiger aus dem Hunsrück vor der Saison zugetraut. In den letzten Spielen und vor allem nach dem Pokal-Aus gegen Trier Mitte November merkte man aber auch, dass einige Akteure ziemlich am Limit spielten und nun dringend in der Pause neue Kräfte sammeln müssen. Schmidt setzt dann für die Rückrunde, die am 28. Februar mit dem Spiel in Mehring fortgesetzt wird, auch darauf, dass die derzeit verletzten Spieler - u.a. Feilberg, Luiz, Fischer, Kunz, Lazerevic und Klasen, dann wieder einsatzfähig sind, um sich in der oberen Tabellenregion halten zu können.


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