rs

Mobil- und Infopunkt nimmt Gestalt an

Die Arbeiten am neuen Mobil- und Infopunkt am Bahnhof gehen voran: In dieser Woche wurden große Deckenbalken an die Baustelle am Europaplatz geliefert. Mit Hilfe eines Autokrans hat die ausführende Firma Holzbau Lehmann aus Bad Kreuznach die schweren Balken aus Holz montiert.
Bilder

In den nächsten Tagen wird die Decke eingezogen, danach entsteht die Holzbaukonstruktion für das Obergeschoss. Mitte des Jahres sollen die Arbeiten an dem zweigeschossigen Neubau abgeschlossen sein. Bis es soweit ist, stehen allerdings noch einige Maßnahmen an. Notwendig ist nun, den Auftrag für die Glasfassade des Obergeschosses mit integrierter Photovoltaik-Anlage zu vergeben. Der Beschluss dazu soll im nächsten Ausschuss für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr  gefasst werden. Sobald die Holzkonstruktion ? das tragende Element der Mobilitätsstation ? steht, können die Fenster eingebaut und die Außenhaut des Gebäudes geschlossen werden. Die Fassade wird im Erdgeschoss durch eine Holzverkleidung und im Obergeschoss durch eine Glasfront gestaltet. Das Flachdach wird begrünt. Sobald das Äußere steht, geht es mit dem Innenausbau weiter. Dazu gehören die Verlegung des Estrichs und des Gussasphalts, die Trockenbauarbeiten und die Rohinstallation für die Elektro- und Haustechnik. Das fertige Gebäude wird zirka 60 Meter lang und 18 Meter breit sein auf zwei Etagen rund 1700 Quadratmeter Platz bieten. Der Mobil- und Infopunkt bündelt für Reisende verschiedene Verkehrsmittel und Angebote unter einem Dach und schafft so weitere Anreize für den Umstieg auf E-Auto, Fahrrad, E-Bike und ÖPNV. Damit will die Stadt das innerstädtische Straßennetz entlasten, den Ausstoß klimaschädlicher Gase reduzieren und langfristig die Lebensqualität in Bad Kreuznach verbessern. Neben einem gesicherten Fahrradparkhaus im Obergeschoss mit 400 Abstellplätzen und 100 Gepäckschließfächern wird der neue Mobil- und Infopunkt eine Verleihstation mit E-Fahrrädern, E-Lastenrädern und E-Tandems inklusive Elektroladestationen beherbergen, außerdem eine Station mit E-Carsharing. Ein Dienstleistungscenter im Erdgeschoss wird ferner Touristeninformationen und Mobilitätsberatungen anbieten. Auch eine Werkstatt für Fahrradreparaturen wird es geben. Für den Bau des Mobil- und Infopunkts sind rund 2,1 Mio. Euro brutto veranschlagt. Das Bundesumweltministerium trägt 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Spatenstich für das städtische Großprojekt war im Dezember 2018.