Robert Syska

Rotenfels: Gleitschirmflieger bleibt in Felswand hängen

Ein verunglückter Gleitschirmsprung hat gestern Mittag in Bad Münster am Stein einen größeren Einsatz von Bergwacht und Polizei ausgelöst.

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Bad Münster am Stein. Ein 24-jähriger Mann aus Hessen war gegen Mittag von der Bastei abgesprungen. Kurz nachdem er seinen Schirm geöffnet hatte, wurde der junge Mann von einer Windböe erfasst und gegen den Rotenfels gedrückt. Dort konnte sich der Mann bis zum Eintreffen der Bergwacht festhalten. Aufgrund der komplexen Lage des Fallschirmspringers gestaltete sich seine Rettung aufwendig. Einsatzleiter Christian Vollmer forderte deshalb nach Abstimmung mit der Bergwacht einen Hubschrauber mit Seilwinde der Polizei Hessen aus Egelsbach an.

Um ständig Kontakt zum Verunfallten halten zu können, musste die Landesstraße zwischen Norheim und Bad Münster durch die Feuerwehr Norheim gesperrt. Hier kam es leider zu unschönen Szenen, als sich ungeduldige Autofahrer lautstark und teilweise frech über die Sperrung beschwerten. Der Bereich rund um die Bastei wurde großflächig abgesperrt. Thomas Meffert, Leiter der DRK-Bergwacht Bad Kreuznach, stieg zu dem Verunfallten ins Rotenfelsmassiv herab. Dabei wurde er durch die Kräfte der Feuerwehr und der Bergwacht jederzeit gesichert. Als er den jungen Mann erreichte, konnte er ihn mittels Seil und Karabiner sichern.

Nachdem die Verbindung zum Fallschirm gekappt war, flog der Polizeihubschrauber über die Bastei und ließ einen Höhenretter aus Darmstadt mit der Seilwinde zu Thomas Meffert und dem Verunfallten herab. Zuerst wurde der junge Mann mit der Seilwinde gerettet und zum Landeplatz geflogen. Dort nahm ihn der Rettungsdienst in Empfang. Anschließend holte der Hubschrauber auch den Bergretter der Kreuznacher Bergwacht aus dem Massiv und flog ihn samt Fallschirm zum Landeplatz. Der Basejumper wurde nicht verletzt und war nach seiner Rettung sichtlich erleichtert.