Kai Brückner

Spendenaktion für das "Bon Café"

Bad Kreuznach. Im "Bon Café" soll Flüchtlingen aus der Ukraine geholfen werden. Doch dafür benötigt die Interkulturelle Kirchengemeinde noch Unterstützung.
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Die meisten sind in den Nachbarländern angekommen, in der Hoffnung zurückzukehren, wenn dieser Krieg endet. Eine genaue Statistik gibt es noch nicht und so schätzt die Interkulturelle Kirchengemeinde An Nahe und Glan, dass bisher im Landkreis etwa 50 bis 100 Flüchtlinge eingetroffen sind. Die Frage stellt sich: Bleibt es bei Hunderten oder geht es in den vierstelligen Bereich?
Für die Kirchengemeinde ist es eine christliche Pflicht, soweit wie möglich alles zu tun, den Vertriebenen aus dem Bombenhagel der Ukraine Schutz und Geborgenheit zu bieten. Pfarrer Bendix Balke ist mit seinen Helferinnen und Helfern dabei, das bisherige Ausländerpfarramt auslaufen zu lassen und in anderer Form fortzuführen. Als Unterstützung und Anlaufstelle für Flüchtlinge soll nun auch das Bon Café wiedereröffnet werden.
Wie unterscheidet sich die heutige Situation von der vorausgegangenen Flüchtlingswelle? Die Menschen kommen aus einem anderen Kulturkreis. Die EU sagt, ein Asylverfahren findet nicht statt. Es können alle Menschen, die sich zu Beginn rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben, in den Ländern der EU selbst ein Zuhause und eine Wohnung suchen und natürlich arbeiten. „Sie werden behandelt wie anerkannte Asylbewerber mit gleicher finanzieller Unterstützung“, lobt Pfarrer Balke diese Regelung. Schon jetzt sei klar, dass sehr viele Flüchtlinge aus der Ukraine ins Land kämen. Darauf könne man mit der Wiedereröffnung des bewährten Bon Cafés nun schnell reagieren. „Die Kirchengemeinde ist dabei besonders auf Ehrenamtliche angewiesen, mit deren Hilfe gerade die ersten Schritte der Flüchtlinge bei uns erleichtert werden können. Inzwischen ist eine große Bereitschaft vorhanden, ehrenamtlich tätig zu werden“, so Pfarrer Bendix Balke. Allerdings hätten auch viele Mitstreiter in der Corona-Zeit ihr Ehrenamt aufgegeben. „Eine Offensive des Ehrenamtes ist gerade in den Kreisen dringend notwendig“, reklamiert deshalb die Bon Café-Leiterin, Susanne Syren.
„Das Bon Café ist eine niedrigschwellige Begegnungsstätte zum Austausch der Flüchtlinge untereinander. Im Hintergrund finden aber auch wichtige Gespräche zur Unterstützung und Hilfestellung statt“, so Pfarrer Balke. Für das Gelingen sei eine professionelle Unterstützung unabdingbar. „Susanne Syren ist bei uns mit einer 75-Prozent-Stelle angestellt, eine zweite Stelle war nicht finanzierbar“, bedauert Balke. Der Hoffnungsschimmer: Ab 1. April wird eine zweite Stelle eingerichtet – allerdings nur halb besetzt. „Aber das reicht noch nicht“, so Balke. Deshalb wurde nun ein Spendenaufruf gestartet. Die Kirchengemeinde wirbt um Spender, die „Kirchenpate“ (100 Euro Spende) oder „Ehrengast“ (500 Euro spende) werden wollen. Ziel sei es, 100 x 100 Euro zusammen zu bekommen. „Es ist sehr wichtig, das Bon Café wieder als Ort der internationalen Begegnung anzubieten - aber das kostet Geld“, bittet Pfarrer Balke um Unterstützung der Spendenaktion.
Das Spendenkonto:

  • Interkulturelle Kirchengemeinde
  • IBAN DE78 3506 0190 6333 3000 00
  • KD-Bank
  • BIC GENODED 1DKD
  • Stickwort: „Bon Pate“ plus Anschrift des Spenders.

Weitere Informationen:

  • Internet: https://interkulturelle-gemeinde.de
  • Telefon und E-Mail:
  • Susanne Syren
  • 06 71 / 48 33 49 77
  • susanne.syen@ekir.de
  • Bendix Balke
  • Tel. 06 71/ 25 11 53
  • bendix.balke@ekir.de