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Superintendent Marcus Harke unerwartet verstorben

Der evangelische Kirchenkreis An Nahe und Glan trauert um Superintendent Pfarrer Marcus Harke. Der leitende Theologe des Kirchenkreises und Gemeindepfarrer von Hundsbach verstarb am Freitagabend, 21. Oktober, plötzlich und unerwartet im Alter von 61 Jahren.
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Der Trauergottesdienst für den verstorbenen Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises An Nahe und Glan, Marcus Harke, findet am Donnerstag, 27. Oktober, um 14 Uhr in der Bergkirche Waldböckelheim statt. 2009 wurde Marcus Harke als Nachfolger von Hartmut Eigemann zum Superintendenten gewählt und drei Jahre später mit großer Mehrheit von der Kreissynode in seinem Amt bestätigt. „Marcus Harke hat sein Amt mit seiner Persönlichkeit in markanter Weise ausgeführt und geprägt“, würdigte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, den Verstorbenen. Harke war seit 2008 Vorsitzender des Evangelischen Dienstes auf dem Lande der EKD. Über den Kirchenkreis hinaus habe er die Themen Landwirtschaft und Kirche im ländlichen Raum mit seinen Erfahrungen engagiert bearbeitet, erklärte Rekowski und betonte: „Er war dabei im besten Sinne des Wortes Lobbyist und Anwalt der Menschen, die in ländlichen Raum leben.“ Marcus Harke wurde als zweiter Sohn eines Pfarrers 1955 in Duisburg geboren. Der Vater wechselte an die Nahe und seine beiden Söhne wuchsen im Pfarrhaus in Guldental auf. 1979 heiratete er seine Frau Gerlinde. Der Ehe entstammen zwei Töchter und drei Enkelkinder. Nach Abitur in Bad Kreuznach und anschließendem Zivildienst studierte Harke von 1976 bis 83 Theologie und Philosophie. Sein Vikariat leistete er von 1983 bis1985 beim damaligen Superintendenten Heinz Gebhardt in der Matthäusgemeinde Bad Kreuznach ab. Seit 1985 war Marcus Harke Pfarrer der Kirchengemeinde Hundsbach. Dazu gehören neben Hundsbach die Dörfer Limbach, Löllbach und Schweinschied. Die ländliche Gemeinde besitzt vier denkmalgeschützt Kirchen. Der Dienst in den verstreuten Ortschaften mit 126 Gottesdiensten jährlich, vier Frauenkreisen, drei Kindergottesdienst-Gruppen, Besuchsdienst und Jugendarbeit war stets mit besonderen Herausforderungen verbunden. Seit 2002 war er Abgeordneter des Kirchenkreises zur Landessynode der rheinischen Kirche.