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Tag der Pflege: Mehr Beschäftigte, steigender Bedarf

Zum heutigen Tag der Pflege hat die Bad Kreuznacher Agentur für Arbeit einen Überblick über den regionalen Pflegesektor veröffentlicht. Auch an der Nahe zeigt sich: Die Zahl der Beschäftigten in der Alten- und Gesundheitspflege wächst - der Bedarf allerdings auch.
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Im Juni 2020 waren 4 402 Frauen und Männer im Agenturbezirk Bad Kreuznach in Gesundheits-
und Krankenpflegeberufen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies eine Zunahme von 53 Beschäftigten (plus 1,2 Prozent). Deutlich mehr Frauen als Männer waren in der  Krankenpflege tätig. Der Anteil der Frauen an diesen Beschäftigungen betrug 86,2 Prozent.
Der Großteil der Beschäftigten waren Fachkräfte (3 147 oder 71,5 Prozent). Der Helferanteil lag bei 15,8 Prozent (697 Personen). Weitere 323 Menschen waren als Spezialisten oder Experten in den Berufen der Gesundheits- und Krankenpflege tätig. In der Altenpflege wurden im letzten Jahr 2 385 Beschäftigte gezählt, 50 oder 2,1 Prozent mehr als im Jahr 2019. Mit 2 057 Beschäftigten sind auch in der Altenpflege deutlich mehr Frauen beschäftigt. 1 142 der in der Altenpflege Beschäftigten arbeiteten als Fachkräfte und 1 207 im Helferbereich, 36 als Spezialisten und Experten. Damit entwickelte sich die Beschäftigung in der Pflege anders als die der Beschäftigung insgesamt:
Hier war ein Rückgang im Agenturbezirk Bad Kreuznach zu verzeichnen. 118 515 Frauen und Männer waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 1 249 oder 1,1 Prozent weniger als im Jahr 2019. Regional gab es jedoch Unterschiede: Während die Beschäftigung innerhalb des Bezirks in den Landkreisen Birkenfeld und Rhein-Hunsrück rückläufig war, stieg sie im Landkreis Bad Kreuznach an. „Das Thema Pflege gewinnt in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Die steigende Lebenserwartung der Menschen führt zu einer steigenden Pflegebedürftigkeit der älteren Menschen. Aber nicht nur hohes Alter auch schwere Erkrankungen erfordern professionelle Pflege. Pflegekräfte werden händeringend gesucht. Dabei ist eine Tätigkeit in der Pflege mit guten Zukunftsperspektiven verbunden. Die Agenturen für Arbeit und Jobcenter zeigen in persönlichen Beratungsgesprächen den Kundinnen und Kunden Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Pflege auf. Mit gezielten Förderinstrumenten können wir Beschäftigungsaufnahmen und Umschulungen unterstützen“, so Gundula Sutter, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach.