Kai Brückner

Wohnhaus bennt - Mann schwer verletzt

Bad Kreuznach. Fast 50 Feuerwehrleute bekämpften in der Nacht ein Wohnhausbrand in Bad Kreuznach. Ein Bewohner ist schwer verletzt.

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Heute in der Nacht gegen 3.45 erreicht die Feuerwehr Bad Kreuznach de Meldung, dass ein Wohnhaus in der Gabelsbergerstraße lichterloh brennt. Rund 50 Feuerwehrleute sind anschließend beim Brandeinsatz fast vier Stunden im Einsatz. Flammen schlugen aus einem Fenster im 1. Obergeschoss der Doppelhaushälfte. Insgesamt hielten sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs vier Personen (eine Frau und drei Männer) in dem Haus auf. Die Hausbewohner retteten in letzter Minute mit einem zufällig vorbeifahrenden Passanten einen bewusstlosen Mann aus der 1. Etage über die Treppe zur Hauseingangstür. Die komplette erste Etage war zu diesem Zeitpunkt bereits verraucht und mit Hitze beaufschlagt. Die angerückten Kräfte übergaben den mit Brandverletzungen schwer verletzten Mann dem Rettungsdienst. Er kam zur weiteren Versorgung in eine Spezialklinik. Eine Bewohnerin wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden anderen Hausbewohner blieben unverletzt und konnten alleine das Gebäude verlassen.

Ein großes Lob wurde vom Einsatzleiter der Feuerwehr dem Mann ausgesprochen, der auf dem Weg zur Arbeit den Brand bemerkte und sofort zur Hilfe eilte, um die schwer verletzte und bewusstlose Person aus der Brandetage zu retten. "Er hatte Zivilcourage bewiesen, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen, da er sich unterhalb der Rauchgrenze aufgehalten hatte. Wenige Minuten später wäre der Mann vermutlich nicht mehr zu retten gewesen. Für ihn war das selbstverständlich. Solche Bürger nehmen wir sehr gerne in unseren Reihen auf!"

Wehrleiter Michael Seibel und der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Werner Hofmann waren ebenfalls an der Einsatzstelle. Aufgrund der immensen Brand- und Rauchschäden und der fehlenden Stromversorgung ist das Gebäude derzeit nicht bewohnbar. Die Bewohner kamen bei Freunden und Verwandten unter. Die Polizei nahm ihre Ermittlungen zur Brandursache auf und übernahm die Einsatzstelle. Der Einsatz für die insgesamt etwa 50 Feuerwehrleute war nach etwa vier Stunden beendet. Danach mussten die Fahrzeuge im Feuerwehrhaus wieder bestückt und die Gerätschaften gereinigt werden.

Zur Brandbekämpfung wurden mehrere Trupps unter Atemschutz eingesetzt, die mit zwei C-Rohren im Innenangriff über den Treppenraum im 1. Obergeschoss und im Dachboden, wohin sich der Brand durch die Decke ausgebreitet hatte, vorgingen. Ein drittes C-Rohr wurde im Außenangriff kurzzeitig eingesetzt, um die Raumtemperatur durch das Fenster, aus dem die Flammen schlugen, herunterzukühlen und dem Angrifftstrupp damit den Zugang in den Brandraum zu ermöglichen. Im weiteren Verlauf wurde dieses Strahlrohr für Ablöscharbeiten des Brandgutes verwendet. Die Drehleiter ging zunächst in Anleiterbereitschaft und deckte im weiteren Einsatzverlauf das Dach auf, damit Hitze und Rauch abziehen und ein Übergreifen des Feuers auf die benachbarte Doppelhaushälfte verhindert werden konnte. Über den Monitor wurden Löscharbeiten am Dach vorgenommen. Ein Trupp unter Atemschutz kontrollierte den Dachboden des Nachbarhauses und schaffte durch Öffnen einer Dachluke eine Abluftöffnung. Beide Häuser wurde mit je einem Lüfter entraucht. Eine Katze wurde aus dem nicht betroffenen Keller des Brandobjektes gerettet. Aufgrund der starken Hitzeschäden im Gebäude, schalteten Mitarbeiter der Stadtwerke den Strom in dem Haus ab. Die Polizei und der Rettungsdienst waren mit mehreren Fahrzeugen vor Ort. Das Brandgut im Brandraum im 1. Obergeschoss wurde aus dem Fenster befördert, um alle Glutnester ablöschen zu können. Auch die Dachdämmung musste entfernt werden, damit das Feuer restlos im Dachgebälk gelöscht werden konnte.


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