Robert Syska

Zum Schulstart: Tipps für den sicheren Schulweg

Hunsrück-Nahe. Nur noch wenige Tage, dann beginnt für viele Kinder die Schule. Die Polizei ruft Autofahrer deshalb zu besonderer Vorsicht auf.

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Zum Ferienende gibt die Polizei Tipps für den sicheren Schulweg.

Zum Ferienende gibt die Polizei Tipps für den sicheren Schulweg.

Foto: Polizei RLP / Symbolfoto

Für viele Kinder beginnt in der nächsten Woche ein neuer Lebensabschnitt mit vielen neuen Herausforderungen. Eine davon ist der tägliche Schulweg. Während viele Schulanfänger bislang meist mit Mama oder Papa unterwegs waren, müssen sie nun alleine zu Fuß oder mit dem Fahrrad im Straßenverkehr zurechtkommen.

Die Polizei ruft daher insbesondere alle Autofahrer dazu auf, besonders vorsichtig und rücksichtsvoll zu fahren, um keine Kinder zu gefährden. Dies gilt besonders im Umkreis von Schulen und generell immer, wenn Kinder am Straßenrand unterwegs sind. Autofahrer sollten stets bremsbereit sein. Besondere Vorsicht ist auch bei Ein- und Ausfahrten geboten, denn vor allem kleinere Kinder können die herausfahrenden Autos oft erst spät sehen. Generell haben Kinder aufgrund ihrer Körpergröße einen schlechteren Überblick über das Verkehrsgeschehen und ihr Blickfeld ist deutlich kleiner als das eines Erwachsenen. Auch deshalb sollten weder Gehwege oder Fußgängerampeln und Zebrasteifen durch Autos blockiert oder die Sicht darauf versperrt werden.

Jetzt gemeinsam den Schulweg üben

Für Eltern und deren Kinder ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um den Schulweg zu üben und Gefahrenstellen zu besprechen. Die Präventionsexperten des Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA) raten dazu, dabei nach folgenden Prinzip vorzugehen: Vormachen, erklären - vormachen lassen, erklären lassen. In der Anfangszeit kann es ratsam sein, das Kind noch auf dem täglichen Schulweg zu begleiten, um zu beobachten, ob es sich richtig verhält.

Außerdem gibt die Polizei Rheinland-Pfalz Eltern folgende Tipps an die Hand:

  • Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste. Wählen Sie den Schulweg so, dass Ihr Kind möglichst selten die Straße überqueren muss; wenn dann vorzugsweise an Fußgängerampeln oder Zebrastreifen.
  • Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass es vor dem Überqueren einer Straße immer erst am Bordstein stehen bleiben und mehrmals nach rechts und links schauen soll. Auch an grünen Fußgängerampeln oder Zebrastreifen sollte es nicht einfach losgehen, sondern erst, wenn alle Autos wirklich halten.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind die Gefahren an Ein- und Ausfahrten und auch auf Parkplätzen auf.
  • Kinder sollten sich sichtbar machen, indem sie beispielsweise bei Dunkelheit nicht vollkommen schwarz gekleidet aus dem Haus gehen - besser helle Kleidung oder Reflektoren.
  • Für Kinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren gilt: Nur mit einem verkehrssicheren Fahrrad und mit Helm unterwegs sein!

Aufs "Elterntaxi" möglichst verzichten

Die Verkehrsexperten des LKA appellieren außerdem dazu, dass die Kinder wenn möglich nicht mit dem Auto zur Schule gefahren werden. Die sogenannten Elterntaxis schaffen vor Schulen immer wieder unübersichtliche Verkehrssituationen und erhöhen damit für Kinder, die zu Fuß unterwegs sind, das Unfallrisiko erheblich. Die Polizei empfiehlt daher, auch Grundschüler möglichst zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Wenn sich der Fahrdienst jedoch nicht vermeiden lässt, sollten sich die Eltern in der Nähe der Schule einen geeigneten Parkplatz oder eine geeignete Seitenstraße suchen, wo sie gefahrlos anhalten können, ohne andere zu behindern oder sogar zu gefährden.