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Landratskandidat Roger Mallmenn

Am 16. Januar ist Landratswahl im Rhein-Hunsrück-Kreis. Wir stellen die Kandidaten vor. Heute: Roger Mallmenn (Die Linke).
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Roger Mallmenn ist seit Jahren in der Lokalpolitik aktiv und Mitglied des Kreistages.

Roger Mallmenn ist seit Jahren in der Lokalpolitik aktiv und Mitglied des Kreistages.

Herr Mallmenn, bitte stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor. Ich bin an der »Perle des Rheins« in Boppard geboren. Mit 15 begann ich meine Lehre als Koch in St. Goar auf der Rheinfels. Mit 20 machte ich mein Abitur am Koblenz Kolleg über den 2. Bildungsweg nach und studierte im Anschluss Dipl.-Sportwissenschaften in Mainz. Ich bin Gründungsmitglied der Linken, weil ich die Hartz-Gesetzgebung und Kriegseinsätze der damals rotgrünen Regierung nicht mittragen konnte. Seit 2009 bin ich Mitglied des Kreistags. Ich habe den Weg der Politische Ochsentour bewusst gewählt, weil ich Politik vom Grunde auf lernen und erfahren wollte. Warum treten Sie als Kandidat an? Weil ich aus demokratischen Gründen den Bürgerinnen und Bürger eine Wahlmöglichkeit bieten möchte und Themen anbiete, die sich von denen der anderen Kandidaten unterscheiden. Für mich stehen die Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund meiner Politik, nicht Wirtschaftsverbände, Parteizwänge oder Seilschaften. Ich bin leidenschaftlich gerne Kommunalpolitiker und möchte in diese Kandidatur meine Erfahrungen einbringen und anbieten.
    
Vor welchen zentralen Herausforderungen steht der Kreis in dieser Dekade? Wie möchten Sie diese angehen? Zum Beispiel eine flächendeckende Gesundheitsversorgung. Es ist ein falsches Signal, wenn aktuell Krankenhausbetten abgebaut werden. Ein weiterer Punkt ist, dass das Leben auf dem Land für die Menschen finanzierbar bleiben muss. Wir brauchen Lösungen für steigende Strom- und Energiekosten.
Es besteht ein Missverhältnis, wenn im Kreis mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, aber die Bürgerinnen und Bürger davon nichts in ihrem Geldbeutel spüren und Ärmeren der Strom gesperrt wird, weil sie ihre Rechnung nicht begleichen können. Mit mir als Landrat wird es keine Stromsperren geben! Ich setze mich auch für ein kostenfreies Schulessen und ausreichend Kita-Plätze ein.   Zwei große Themen in der Region sind die Mittelrheinbrücke und der Flughafen Hahn. Wie wichtig sind diese für die Zukunft der Region? Die Mittelrheinbrücke ist unfinanzierbar und bedeutet einen Mobilitätsverlust, da die Fähren ihren Betrieb einstellen würden. Der Rechnungshof RLP hat in einem Gutachten veröffentlicht, dass jede fünfte kommunale Brücke in einem kritischen Zustand ist und der Investitionsbedarf steigend bei 1,4 Milliarden Euro liegt. Wer weiterhin für den Bau einer Brücke wirbt, gefährdet die Liquidität des Kreises, da die Unterhaltskosten einer Brücke immens sind.
Der Flughafen Hahn ist aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen abzulehnen. Seit über 20 Jahren wird der Hahn mit jährlich 10 bis 20 Millionen Euro Steuergeldern künstlich am Leben erhalten. Die dortigen rund 250 Arbeitsplätze dienen als Vorwand für den Erhalt und sind vermutlich die höchst subventioniertesten Arbeitsplätze der Republik. Die Subventionen wären in anderen Infrastrukturmaßnahmen sinnvoller investiert
 
Im Wahlkampf sprechen Politiker gerne von »ungenutzten Potentialen«. Welche gilt es konkret im Landkreis auszuschöpfen?
Unser Kreis besitzt ein großes, touristisches Potential. Wir leben in einer der schönsten Regionen der Welt. Ich sehe in der Förderung des Tourismus eine nachhaltige Entwicklungsperspektive, die es zu entfalten gilt. Wichtig sind mir die vielen klein- und mittelständischen Unternehmen in unserem Kreis, die ich fördern und unterstützen werde, weil sie vielfältige Arbeits- und damit Einkommensmöglichkeiten bieten. Die weitern Kandidaten:https://www.wochenspiegellive.de/hunsruecknahe/artikel/landratskandidat-volker-boch-72785/https://www.wochenspiegellive.de/hunsruecknahe/artikel/landratskandidatin-rita-lanius-heck-72730/https://www.wochenspiegellive.de/hunsruecknahe/artikel/landratskandidat-dr-christian-klein-72728/