Bollendorfer nehmen es in die Hand

Bollendorf soll attraktiver werden, modern und lebenswert. Einheimische wie Gäste sollen sich hier wohlfühlen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich Bürger in der Initiative »Aktiv für Bollendorf« zusammengeschlossen.
Bilder
Elke Edert, Petra Theis-Legierse, Silvia Hauer (stehend v.r.), drei der Initiatorinnen von »Aktiv für Bollendorf«, bei einem Treffen der Bürgerinitiative. Foto: FF

Elke Edert, Petra Theis-Legierse, Silvia Hauer (stehend v.r.), drei der Initiatorinnen von »Aktiv für Bollendorf«, bei einem Treffen der Bürgerinitiative. Foto: FF

"Es muss sich was ändern" haben sich im vergangenen Sommer vier eng befreundete Bollendorfer Damen gedacht und die Probleme im Dorf angesprochen. Dabei kann sich die Infrastruktur des circa 1600- Seelen-Ortes durchaus sehen lassen. Es gibt ein Schwimmbad, eine Grundschule, eine Kita, Ärzte, eine Apotheke, ein Jugendzentrum, einen Supermarkt, Campingplätze, eine Postfiliale, Gewerbebetriebe, Gastronomie und viel Natur. Und doch gäbe es einiges zu verbessern, finden Elke Edert, Christiane Hauer, Silvia Hauer und Petra Theis-Legierse. Daher riefen sie die Initiative "Aktiv für Bollendorf" ins Leben, um bei der Gestaltung der Zukunft Bollendorfs mitzuhelfen. Das Bündnis strebt eine enge Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und den Vereinen an. Diese Initiative ist offen für alle Interessenten, Menschen jeden Alters und besonders für Einheimische und Zugezogene. Jeder nach seinen Möglichkeiten und wie es die Zeit erlaubt. Dreimal im Jahr sollen Treffen in großer Runde stattfinden, um über Fortschritte zu berichten. Auf einem ersten Treffen wurden aus der Fülle der Themen diejenigen bestimmt, die zuerst bearbeitet werden sollten. Ganz oben stehen die Wanderwege und das "Saubere Bollendorf", gefolgt von Schwimmbad und Friedhof.Mit jedem Thema beschäftigt sich ein Arbeitskreis. Bei diesen vier Arbeitskreisen ist jeweils eine der Initiatorinnen dabei. Die Arbeitskreise bestimmen ihren eigenen Arbeitsrhythmus. Die Mitglieder können auch per WhatsApp-Gruppe miteinander kommunizieren. Es werden Protokolle angefertigt und Fotos gepostet. Die Ergebnisse können alle auf einer Facebook-Seite angemeldeten Bollendorfer einsehen. "Die Mitarbeit in unserer Initiative ist vielen Bollendorfern bereits zur Herzensangelegenheit geworden", sagt Petra Theis-Legierse, eine der Initiatorinnen. Mittlerweile gibt sechs weitere Gruppen. Es geht dabei um Kinder- und Jugendarbeit, um die Senioren, Tourismus, auch mit Fragen der Bollendorfer Neubürger beschäftigt sich ein Arbeitskreis. Ein sehr interessantes Projekt ist der Arbeitskreis "Aktivitäten im Dorf". Die Mitglieder dieser Gruppe wollen Angebote entwickeln, an denen jeder teilnehmen kann, wie Kegel- und Grillabende, Spieleturniere, Sport-Treffs sowie Kurse für Groß und Klein. Es soll auch eine "Börse für Dienstleistungen" aller Art (z.B. Rasenmähen, Fahrdienste, Einkaufen) sowie für "Geschenke aller Art", wo man z.B. Obst abgeben kann, das man nicht selbst erntet, geben. Manche Maßnahmen kosten Geld. Die Beschaffung der Mittel wird als eine besondere Aufgabe gesehen, zumal die Kasse der Ortsgemeinde leer ist. Also müssen Sponsoren und/oder andere Finanzierungsmöglichkeiten gefunden werden. Und das sehen die Damen durchaus positiv. Erste Angebote liegen schon vor, die Arbeit der Initiative scheint bei den Bollendorfern bis jetzt gut anzukommen.Auch in anderen Dörfern gibt es zunehmend Bürger, die initiativ werden, um das Leben in ihrem Dorf attraktiver zu machen.


Meistgelesen