Jan Kreller

Die Eifel: Eine starke Marke

REGION. Der WochenSpiegel im Gespräch mit Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH.

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Klaus Schäfer Foto: FF

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Region (ca). Wie schön es in der Eifel ist, wissen die Bürgerinnen und Bürger zwischen Aachen, Trier und Koblenz selbst am besten. Hohes Venn, Vulkaneifel oder der Nationalpark bieten ein faszinierendes Naturerlebnis, das dazu einlädt, einmal tief durchzuatmen und die Seele baumeln zu lassen. Von diesen Möglichkeiten sollen alle Menschen profitieren, findet Klaus Schäfer. Er ist Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH in Prüm.

»Die Eifel ist eine Tourismusregion«, sagt er. Das heißt: »Immer schon kommen Menschen aus der ganzen Republik und dem benachbarten Ausland zu uns, um hier Urlaube zu verbringen. Das ist eine hervorragende Basis, auf der wir aufbauen.« Seit dem Jahr 2000 ist die Eifel Tourismus GmbH tätig, um die Wahrnehmung der Eifel als Reiseziel zu verbessern.

In Deutschland sind viele ländliche Urlaubsregionen verteilt, angefangen bei den Küsten, über die Mittelgebirge von Harz und Sauerland bis hin zum Bayerischem Wald und dem Allgäu. Sie haben sich als eigenständige Markennamen etabliert, hinter denen sich touristische Angebote ebenso wie kulturelle oder wirtschaftliche verbergen. Unter ihnen hat sich die Eifel als stärkste und bekannteste Marke in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durchgesetzt. Die Reaktionen der Gäste bestätigen diesen Erfolg, denn die Bewertungen in den Onlineportalen der Tourismus-Branche sind hervorragend.

 

Tourismus ist wichtiger Wirtschaftsfaktor

 

Sich damit zufriedenzugeben, kommt allerdings für Klaus Schäfer und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Eifel Tourismus GmbH überhaupt nicht infrage. »Unsere Aufgabe hat sich in den letzten zwanzig Jahren verändert und wird sich auch zukünftig immer weiterentwickeln. Begonnen haben wir als reine Marketingagentur, während wir heute gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung im Management der Region aktiv sind.« Wirtschaftsförderung und Tourismus-Agentur ergänzen sich dabei, denn schließlich, so Klaus Schäfer, ist auch der Tourismus ein Wirtschaftsfaktor in der Eifel – »und sogar ein besonders wichtiger!«

 

Fahrradwege weit oben auf der To-Do-Liste

 

»Die Corona-Krise und das Hochwasser im Sommer 2021 haben uns auch als Tourismusregion zugesetzt«, bestätigt Klaus Schäfer. Jetzt sollen die Gäste zurückkommen, aber das Personal ist in vielen Restaurants, Hotels oder Freizeitangeboten knapp. Diese Situation soll kurzfristig verbessert werden, hinzu kommen längerfristige Planungen. »Die Mehrzahl unserer Gäste bleibt drei bis vier Übernachtungen und kommt sowohl aus NRW als auch dem Rhein-Main-Gebiet sowie zu mehr als einem Drittel aus dem Ausland, insbesondere den Benelux-Ländern und Großbritannien. Diese Urlauber wollen naturnahe Erlebnisse in den Mittelpunkt ihres Aufenthalts stellen. Wandern und Radfahren steht dabei besonders hoch im Kurs, aber auch geführte Touren durch den Nationalpark oder den UNESCO-Geopark Vulkaneifel.«

Die Fahrradwege stehen deshalb weit oben auf der To-do-Liste der Eifel Tourismus GmbH. Sie sollen effizient ausgebaut werden, damit den Gästen auch mehrtägige Radtouren stressfrei ermöglicht werden. Auch der ÖPNV soll weiter verbessert und elektrifiziert werden. »Null-Emissions-Mobilität ist für die Eifel besonders wichtig«, erläutert Klaus Schäfer, »Nachhaltigkeit und Regionalität gehören untrennbar zusammen!«

(ca)