Jan Kreller

Ein Leben über ein Jahrhundert

NEUSTRAßBURG/BiTBURG. Hubert Franik aus Neustraßburg hat seinen 100. Geburtstag gefeiert.

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Bei guter Gesundheit feierte Hubert Franik am 23. September seinen 100. Geburtstag zusammen mit seinen Nachbarn in Neustraßburg und seinem Sohn Jürgen. Einen Tag später kam die ganze Familie, zu der auch drei Enkel und zwei Urenkel gehören, im Dorint Seehotel & Resort in Biersdorf zusammen, um das seltene Fest zusammen mit dem Jubilar zu begehen. Am 26. September ging die Feier in der Tagespflege Belle Fleur (reaktiv Pflegedienst) in Bitburg weiter. Zu diesem großen Ehrentag besuchten ihn in der Einrichtung der Landrat Andreas Kruppert, Verbandsbürgermeisterin Janine Fischer sowie Ortsbürgermeister Johann Spoden/Burbach und übergaben Glückwunschgeschenke.

Rückblick auf das Leben von Hubert Franik

Am 23. September 1922 wurde Hubert Franik als zweites Kind der Eheleute Anton und Valeska Franik in Oberschlesien, heute Rachowitz (Polen), geboren. Er hatte fünf Geschwister, von denen aber keines mehr lebt. In seiner Jugend liebte Herr Franik den Sport und spielte gerne Schlagball und Fußball. Im Zweiten Weltkrieg wurde er eingezogen und 1947 in Bretzenheim bei Bingen aus der französischen Kriegsgefangenschaft entlassen. Danach absolvierte er eine Schreinerlehre mit anschließendem Gesellenbrief und arbeitete 23 Jahre als Schreiner beim französischen Militär, dem heutigen Gewerbegebiet "PI-Park" in Trier-Euren. Da sein Vorgesetzter Franzose war, lernte Hubert Franik auch die französische Sprache.

Rezept für ein langes Leben: Glückliche Ehe und nie gestritten

1949 heiratete Hubert Franik seine Frau Hildegard, geborene Schneider, mit der er zwei Kinder (Ruth, geb. 1951 und Jürgen, geb. 1956) hat. Seine Frau verstarb im Jahre 1980. Auf die Frage hin, wie er es geschafft hat, bei guter Gesundheit so alt zu werden, antwortete der Jubilar verschmitzt: "Ich hatte eine wirklich glückliche Ehe. Wir haben nie gestritten."

Auch heute noch interessiert sich Herr Franik lebhaft für Politik, besonders für die Ukraineproblematik. "Die Ukraine ist ein wunderbares Land mit sehr schönen Weizenfeldern auf tiefschwarzem Boden. Aber Putin ist ein großes Problem", so der Jubilar. Bis zu seinem 98. Lebensjahr fuhr Hubert Franik noch selbst Auto, beschloss aber dann, dass es Zeit wäre, damit aufzuhören. Da Herr Franik auch heute noch in körperlich guter Verfassung ist, geht er regelmäßig zirka eine halbe Stunde spazieren und besucht vorzugsweise den Fischteich in Neustraßburg. Montags und donnerstags verbringt er den Tag in der Tagespflege Belle Fleur (reaktiv), in der er sich nach eigenem Bekunden sehr wohl fühlt. Da er von dort in Neustraßburg eine Wohnung im betreuten Wohnen hat, hilft ihm die Einrichtung auch an den anderen Wochentagen bei der Bewältigung seines gesamten Alltags, so dass der Jubilar seine Zeit unbeschwert genießen kann.

(gg)


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