Für die Zukunft gut gerüstet

Durchweg gute Bilanzzahlen präsentierten die Vorstände der Genossenschaftsbanken im Eifelkreis Bitburg-Prüm und dem Vulkaneifelkreis.
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"Gute Geschäftszahlen in allen Kernbereichen unserer Banken und so viele Mitglieder wie nie zuvor belegen eindeutig den Zuspruch unserer Kunden und Mitglieder für unser Geschäftsmodell", berichtete Rainer Berlingen, Vorstandsmitglied der Volksbank Eifel Mitte und Sprecher der Genossenschaftsbanken in den beiden Landkreisen, bei der Bilanzpressekonferenz zufrieden.

2500 neue Mitglieder

Im vergangenen Jahr konnten die fünf Genossenschaftsbanken mit ihren 577 Mitarbeitern in 50 Geschäftsstellen im Eifelkreis und im Vulkaneifelkreis fast 2.500 neue Mitglieder begrüßen. Das sind 61.500 der 118.000 Kunden und bedeutet eine Steigerung von rund 5 Prozent. Die Bilanzsumme belief sich zum Jahresschluss auf annähernd 2,1 Milliarden Euro. Trotz des andauernden Niedrigzinsniveaus wuchs das betreute Kundenvolumen um 2 Prozent auf 3,26 Milliarden Euro. Auch das Eigenkapital der Genossenschaftsbanken konnte um gut 3 Prozent auf nunmehr fast 139 Millionen Euro gesteigert werden. Ähnlich gut ist auch das Ergebnis im Warengeschäft. Die Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel Handelsgesellschaft mbH, Raiffeisen Waren GmbH Westeifel und die Warenabteilung der Raiffeisenbank Irrel vermelden zwar einen Rückgang des Umsatzes von 171 Euro auf ca. 154 Millionen Euro, der aber in erster Linie auf gefallene Preise zurückzuführen sei.

Gestiegener Warenabsatz

"Der Umsatz von Treibstoffen in Euro ging zurück, die verkauften Mengen stiegen hingegen", nannte Werner Kemmer, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Irrel, ein Beispiel. "Auch die regen Bautätigkeiten in der Region haben erneut zu guten Absätzen im Baustoffbereich geführt", so Kemmer. "Wir sind für die Zukunft gut gerüstet", so Klaus Peters, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Westeifel eG. "Wir müssen uns aber mehr und mehr mit Problematiken beschäftigen, die es vor einigen Jahren noch nicht gab. Hierzu zählen neben der fragwürdigen Geldpolitik der EZB und dem europäischen Angriff auf die Sicherungseinrichtungen der Genossenschaftsorganisation auch die regulatorischen Monstergesetzesentwürfe, die dazu beigetragen haben, dass der Aufwand in der Organisation von Jahr zu Jahr steigt. Hinzu kommt die bestehende Milchpreisproblematik, die viele unserer Kunden vor große, finanzielle Probleme stellt", so Peters weiter. Chancen für die Zukunft sehen die Genossenschaftsbanken in der Digitalisierung - wie zum Beispiel durch Online-Banking-Services, Videoberatung oder das Online-Bezahlverfahren - sowie in der bevorstehenden Fusion der Volksbank Eifel Mitte und der Volksbank Bitburg. red Foto: FF


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