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Heute beziehen 300 Flüchtlinge einen Hangar in Bitburg

250 sollten es sein, inzwischen rechnet das DRK in Bitburg mit 1500 Flüchtlingen. Heute Abend ziehen 300 neu ankommende Flüchtlinge in einen Hangar auf dem Bitburger Flugplatzgelände. Auch zwei Wohnblocks werden seit Montag bezogen.
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550 Flüchtlinge leben in Bitburg noch in schlecht beheizbaren Zelten. Am 31. Dezember sollen sie geschlossen werden.

550 Flüchtlinge leben in Bitburg noch in schlecht beheizbaren Zelten. Am 31. Dezember sollen sie geschlossen werden.

"Es ist eine Herausforderung", bilanziert Rainer Hoffmann, Kreisgeschäftsführer des DRK Bitburg-Prüm die Situation in der Flüchtlingsbetreuung. Täglich kommen mehr Flüchtlinge nach Bitburg, die Dimension war nicht vorhersehbar. Außer den beiden Zelten, die Mitte Juli auf dem Flugplatz aufgebaut wurden, sind zwei weitere Wohnzelte gefüllt, insgesamt leben hier 550 Menschen. Das Zeltcamp soll nach dem 31. Dezember wegen der Witterung geschlosssen werden, so die Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Evelyn Dziendziol. Hangar als Notunterkunft Zusätzlich zu den Zelten stehen nun zwei feste Wohnblocks des Hotels Eifelstern mit 600 Plätzen zur Verfügung. Weil auch das nicht ausreicht, dient seit heute ein Hangar für 300 Personen als Notunterkunft. Heute Abend werden 300 Flüchtlinge in der "Alarmhalle", wie Hoffmann sie nennt, aufgenommen. Sie kamen aus Mannheim nach Trier und werden von dort nach Bitburg weitergeschickt, weil auch die Notunterkunft in der Moselstadt bereits überfüllt ist. Im Hangar soll niemand länger als zwei Tage bleiben müssen und dann in ein festes Quartier umziehen, heißt es aus der ADD. 1500 Flüchtlinge in Erstaufnahme Bitburg Insgesamt mit 1500 Erstaufnahme-Flüchtlingen rechnet Rainer Hoffmann für Bitburg. Obwohl er lieber gar keine Prognose abgeben möchte. Schließlich hat die Realität seit Juli jede Planung schneller überholt als man gucken konnte. Um die Situation bewältigen zu können, stellt Rainer Hoffmann derzeit jeden Tag drei bis fünf neue hauptamtliche Mitarbeiter ein. Organisationshelfer, Verwaltungskräfte, Krankenpflegepersonal und Sozialarbeiter. Sie bekommen zweckbefristete Verträge, so lange die Flüchtlingskrise währt. Bislang setzt das DRK größtenteils auf die Hilfe Ehrenamtlicher. 300 sind es, berichtet Irmgard Mminele, die die Flüchtlingsarbeit im Kreis koordiniert. "Sie machen fantastische Arbeit", loben Hoffmann und Mminele die große Einsatzbereitschaft der Menschen im Kreisgebiet. Rund um die Uhr arbeiten sie im Schichtbetrieb. Auf Dauer kämen sie an ihre Grenzen, so Hoffmann. Außer den Flüchtlingen in den drei Orten der Erstaufnahme, die es inzwischen in Bitburg gibt, leben 600 bereits zugewiesene Flüchtlinge im Kreis Bitburg-Prüm und warten hier auf ihr Asylverfahren. Bis zur Antragstellung müssen sie mittlerweile bis zu einem halben Jahr warten. bilBenefizkonzert für Flüchtlingshilfe Das DRK veranstaltet am 27. November, 20 Uhr, in der Stadthalle Bitburg ein Benefizkonzert mit den Mainzer Hofsängern. Der Erlös fließt unter anderem in die Flüchtlingsarbeit. Karten zu 18 Euro gibt es u.a. beim DRK, Rot-Kreuz-Straße 1 in Bitburg, 06561/ 6020-100, oder bei der Tourist-Info in Prüm, 06551/505. Foto: S. Schönhofen