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Pionierarbeit in der Integration von Asylanten

Als erste Verbandsgemeinde im Eifelkreis hat die VG Bitburger Land eine Stelle für die aufsuchende Flüchtlingssozialarbeit eingerichtet.
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Die Integration im Blick (v.l.): Rainer Wirtz (1. Beigeordneter), Ralph Schmitz (Fachbereichsleiter Soziales), Monika Fink (Integrationsbeauftragte),  Katrin Hahn (Flüchtlingssozialarbeiterin) und Irmgard Mminele mit Rainer Hoffmann vom DRK.  Foto: S. Schönhofen

Die Integration im Blick (v.l.): Rainer Wirtz (1. Beigeordneter), Ralph Schmitz (Fachbereichsleiter Soziales), Monika Fink (Integrationsbeauftragte), Katrin Hahn (Flüchtlingssozialarbeiterin) und Irmgard Mminele mit Rainer Hoffmann vom DRK. Foto: S. Schönhofen

»Flüchtlingen Geldleistungen und Unterkunft bereit zu stellen ist das Eine. Wir wollen aber auch den Einstieg in den Alltag erleichtern«, begründet der Erste Beigeordnete Rainer Wirtz,  warum die VG Bitburger Land den Schritt gegangen ist, zum 1. Juni eine Stelle für die aufsuchende Sozialarbeit zu schaffen.  Ein im Kreis einzigartiges  Modellprojekt. Es soll den Weg bereiten, auf dem andere VGs nachziehen. Zumindest hoffen das die Initiatoren. Allen voran die Integrationsbeauftragte der VG Bitburger Land und der Stadt Bitburg, Monika Fink. Sie selbst hat ein Netzwerk für die Flüchtlingsshilfe aufgebaut und dabei erkannt, »dass das nicht reicht«. Daher brachte sie ihre Idee, eine Stelle für die aufsuchende Sozialarbeit zu schaffen, in die politischen Gremien ein und stieß überall auf den größten Zuspruch. Seit dem 1. Juni ist die Stelle besetzt. Katrin Hahn soll sich nun um die 270 Flüchtlinge kümmern, die in der VG auf 25 Ortsgemeinden verteilt leben. Fink: »Es ist ein Anfang«. Als Träger der Maßnahme arbeitet die VG eng mit dem DRK Kreisverband zusammen. Hier hat  Irmgard Mminele  im  Mai 2015 die Aufgaben der Koordinierungsstelle zur Flüchtlingsarbeit im Eifelkreis und die Beratungsstelle für Flüchtlings- und Verfahrensberatung übernommen. Und hier ist auch das Büro von Katrin Hahn. Ihre Aufgabe ist es, Asylbegehrenden lebenspraktische Dinge in ihrer neuen und fremden Umgebung zu erklären. Vom richtigen Einsatz einer Heizung bis zur Schulanmeldung. Sie hilft bei der Suche nach einem Arzt, einem Deutschkurs oder einem Praktikum. Ziel ist es, früh in den Familien anzusetzen, bevor Schwierigkeiten zu Problemen werden. Katrin Hahn Sie ist dabei nicht nur Ansprechpartnerin für Flüchtlinge, die Idee ist auch, ehrenamtliche Helfer zu entlasten. Fink: »Wir sind stolz. dass wir die Ersten sind, die sich auf den Weg gemacht haben.« Mminele ergänzt: »Ideal wäre, wenn jede VG einen eigenen Sozialarbeiter in der Flüchtlingshilfe hätte.« Das sieht auch Rainer Hoffmann, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes so: »Wir wollen das als gutes Beispiel anderen VGs schmackhaft machen.« bilEXTRAKatrin Hahn (28) stammt aus Limburg und hat an der Uni Trier BWL und Pädagogik studiert. Seit dem 1. Juni ist sie die erste aufsuchende Flüchtlingssozialarbeiterin im Kreis. Sie ist für die VG Bitburger-Land, in der 270 Flüchtlinge leben (das sind 25 Prozent der Asylbegehrenden auf Kreisebene), zuständig.  Kontakt: 06561/ 6020-233, katrin.hahn@drk-bitburg.de