Sybille Schönhofen (bil)

»Place to be«: Die Bit-Galerie wird als Wohlfühlort geplant

Neues Datum für die Eröffnung der Bit Galerie ist 2022. Trotz vieler Rückschläge sind die Projektentwickler fest vom Gelingen überzeugt.
Bilder
Blick in die Zukunft: Ansicht von der Hauptstraße auf die Bit Galerie im Jahr 2022. Grafik: cfw architekten

Blick in die Zukunft: Ansicht von der Hauptstraße auf die Bit Galerie im Jahr 2022. Grafik: cfw architekten

Eigentlich  sollte die Bit-Galerie 2013 eröffnen. »Zu meinem 50. Geburtstag«, sagt Projektentwickler Stefan Kutscheid von der Beda Projekt GmbH.  Seit der ersten Präsentation der Idee eines neuen Einkaufs-Centers im Jahr 2009 gab es viele Umstände, die eine Realisierung auf die ganz lange Bank geschoben haben: Sieben Grundstückseigentümer auf der Fläche, zweimaliger Architektenwechsel, unklare städtebauliche Planungen im Umfeld, immer wieder sich ändernde Größenwünsche für das Center, eine schwierige Investorensuche, ein erst noch zu erarbeitendes Verkehrsmodell  für die Stadt... Nun sind die Vorausssetzungen geschaffen, damit die Galerie Realität werden kann.
Dennoch: Auf die Frage, ob die Bit-Galerie jetzt kommt, vermeidet Kutscheid noch ein klares Ja. »Wir sind auf dem Weg«, antwortet er. Für den Sommer 2020 rechnet er mit dem Baurecht, 2022 mit der Eröffnung. Kutscheid ist neben der Sparkasse selbst einer der vier privaten Investoren des 40 Millionen Euro-Projektes. Ein deutliches Indiz dafür, dass er von der erfolgreichen Umsetzung überzeugt ist. Viele andere zweifeln daran. Das gründe auf rein emotionalen Einschätzungen, erwidert Kutscheid. Ihnen stellt er Berechnungen über Kaufkraft und Kundenfrequenz entgegen. »Ich glaube fest daran, dass es gut und richtig ist, sonst würde ich nicht so viel Zeit und Geld daran binden«, schafft er Zuversicht.

Selfies als Erfolgsmesser

Er sieht die Bit-Galerie als »Place to be«. Was soviel heißt wie: »Dort werden sich Menschen aus Orten in der Eifel begegnen, die sich früher auf der Kirmes getroffen haben, die es heute nicht mehr gibt.« Die Bit-Galerie also als Anlaufstelle für 100.000 Menschen, die hier ihre Freizeit nicht nur zum Einkaufen verbringen. Sie sollen sich dort wohlfühlen. Kutscheids Ziel: Selfies aus der Bit-Galerie. Denn: »Wo Leute Selfies machen, fühlen sie sich wohl.« Und dann läuft auch das Geschäft.
Dafür muss alles stimmen: Von der Farbgestaltung, den Deckenhöhen, dem Raumklima, der Sauberkeit über das Warenangebot bis zur Gastronomie. Ganz wichtig auch die Parkplatzsituation: 260 Parkplätze in einem unterirdischen Parkhaus sind vorgesehen, dazu 160 Parkplätze auf dem Bedaplatz.
Das Einkaufszentrum soll Bitburg und das ländliche Umfeld mit einer nötigen Portion Urbanität bereichern. Auf 14.000 Quadratmetern ist Mietfläche für Anbieter von Elektronik, Sportartikeln, Textilien, Schuhen, Schmuck, Dienstleistungen und Gastronomie vorgesehen. Ins Erdgeschoss zieht die Markthalle ein. Diese ist laut Kutscheid neben dem Kino mit fünf Sälen und dem Warenhaus Müller bereits ein sicherer Mieter. Wer sonst noch kommt, wird sich erst zeigen. Da sich die Konzepte der Unternehmen jährlich änderten, werde er an viele andere erst mit Baubeginn herantreten.

Einbahnring für den Bedaplatz

In der jüngsten Stadtratssitzung haben sich die Fraktionen auf ein Verkehrskonzept für die Umgestaltung des Bedaplatzes geeinigt. Es ist die Vorauss etzung dafür, dass die dort vorgesehenen Neubauten wie die Bit Galerie genehmigt werden können.
Die künftige Verkehrsführung im Bereich Bedaplatz sieht einen Einbahnstraßenring vor. Er beginnt am Bedaplatz und führt über die Gartenstraße zur Trierer Straße und zum Karenweg, bevor er über die Bedastraße wieder zum Bedaplatz gelangt.  Am Platz selbst gibt es statt der bisherigen Umfahrtstraße etwa zwanzig Meter oberhalb des Hauses Beda eine Tangente, die geradeaus zur Gartenstraße führt. Die heutige Anbindung vom Bedaplatz zur Gartenstraße entfällt.