Jan Kreller

Raiffeisenbank Westeifel zieht positive Bilanz

Die Raiffeisenbank Westeifel mit Sitz in Schönecken hat ihren Jahresbericht vorgestellt. Eine der großen Herausforderungen im Geschäftsajahr war die Bewältigung der Flutfolgen.
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Die Vorstände Klaus Peters, Manfred Heinisch und Geschäftsführer der Warentochter Raiffeisen Waren Werner Assmann (v.l.) präsentierten die Zahlen des Geschäftsjahres 2021.

Die Vorstände Klaus Peters, Manfred Heinisch und Geschäftsführer der Warentochter Raiffeisen Waren Werner Assmann (v.l.) präsentierten die Zahlen des Geschäftsjahres 2021.

Foto: Foto: Raiffeisenbank Westeifel

Schönecken. »Unsere Bank hat auch 2021 das Geschäftsjahr mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Die wichtigsten Bilanzzahlen konnten sich alle positiv entwickeln«, sagte Klaus Peters, Vorstandsmitglied der Bank, bei der Vorstellung der Geschäftszahlen. Die Bilanzsumme der Bank stieg über die Marke von einer halben Milliarde Euro auf rund 536 Millionen Euro. Maßgeblich verantwortlich für diese hohe Steigerung sind sowohl die Zugänge im Einlagengeschäft als auch bei der Nachfrage von Krediten. Insgesamt wurden 83 Millionen Euro neue Kredite in 975 Anträgen bearbeitet. Davon entfielen 15 Millionen Euro auf den privaten Wohnungsbau und 14 Millionen Euro auf Förderkredite für die Landwirtschaft und das Gewerbe. Besonders erfolgreich war die Bank bei der Vermittlung von Immobilienprojekten. Insgesamt fanden 45 Objekte mit einem Verkehrswert von 3,4 Millionen Euro, einen neuen Eigentümer.
Nach dem Wechsel von Vorstandsmitglied Mark Kaffenberger wurde die Lücke in der Geschäftsleitung der Raiffeisenbank vorzeitig durch die Bestellung von Manfred Heinisch zum Vorstandsmitglied geschlossen. Heinisch war schon vom Aufsichtsrat der Bank als designierter Nachfolger von Peters berufen worden. Die neue Situation erforderte es nun, ein weiteres Mitglied für den künftigen Vorstand der Bank zu suchen. Auch hier sei schnell eine Lösung mit einem neuen, externen Vorstandmitglied gefunden worden. »Wir werden in den kommenden Wochen den genauen Terminplan mit dem neuen Kollegen abstimmen und dann alles weitere zu seiner Person veröffentlichen«, versprach Klaus Peters.

Hilfe für Flutopfer

Die Hochwasserkatastrophe im Sommer, bei der nicht nur Gebäude und Technik der Bank und der Waren GmbH beschädigt wurde, sondern auch viele Privatpersonen und Firmenkunden erhebliche Schäden davontrugen, hat schnelles und unbürokratisches Handeln gefordert. »Mit den Mitteln aus einem Sonderkreditprogramm konnten unsere Kundinnen und Kunden erste Schäden beheben und ihre Häuser und Anlagen renovieren. Außerdem konnten wir mit Spenden helfen, die erste Not zu lindern«, sagt Manfred Heinisch.

Gebühren für Anleger

Mit Blick in die Zukunft beschreibt Manfred Heinisch in seinem Ausblick für 2022, einige schon begonnene Maßnahmen und Projekte der Bank. »Die Entwicklung an den Zinsmärkten haben uns keine andere Wahl gelassen, sodass wir von unseren Anlegern ein Verwahrentgelt für Guthaben ab einer bestimmten Summe auf Girokonten und Tagesgeldern berechnen müssen«, bedauert Heinisch. »Unsere Berater sprechen zurzeit betroffene Kunden auf alternative Anlagen an und in den meisten Fällen finden sich gute und maßgeschneiderte Lösungen.«

Digitale Angebote

Um die Genossenschaftsbank auch in Zukunft in der Erfolgsspur zu halten sind viele Projekte geplant, die Prozesse verbessern und die Anforderungen des Marktes und der Kunden erfüllen. Hierzu zählt der Ausbau der digitalen Vertriebsstruktur genauso, wie das Angebot an Geschäftsstellen und in den Geschäftsstellen.
Um schneller auf die Bedürfnisse einzugehen wird das Kundenservicecenter ausgebaut. »Das Bankgeschäft hat sich verändert. Viele Anliegen können schnell über Telefon, Videoberatung oder per E-Mail behandelt werden. Selbst die Beratungen über digitale Medien wird künftig deutlich an Bedeutung gewinnen. Dieser Herausforderung stellen wir uns, mit dem Versprechen auch weiterhin persönlich für unsere Kunden da zu sein«, so Heinisch.
Neu ist auch die RW Plus Westeifel GmbH als weitere Tochtergesellschaft der Bank. Mit dieser Neugründung als hundertprozentige Tochter der Bank will man sich stärker im Immobiliengeschäft engagieren.

Zuwachsraten

Werner Assmann als Geschäftsführer der Warentochter Raiffeisen Waren GmbH Westeifel äußerte sich sehr zufrieden über die geschäftliche Entwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr. »In allen wesentlichen Geschäftsbereichen und Sparten konnten zweistellige Zuwachsraten erzielt werden. Das erreichte Umsatzvolumen mit 55 Millionen Euro Umsatz wurde in der bisherigen Unternehmensgeschichte noch nie erreicht und stellt ein Wachstum von 12,3 Prozent dar.«