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125.000 Euro abgeräumt

Bereits vier Mal hat Michael Franzen, besser bekannt als Migo, versucht bei der RTL-Show "Wer wird Millionär" teilzunehmen. Nun gelang es und er konnte die stolze Summe von 125.000 Euro mit nach Hause bringen.
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Denn was ein Grünkeil ist, wusste er ganz genau: Der Blendstreifen an einer Autofrontscheibe. Bei der 500.000 Euro-Frage wollte er nichts riskieren, obwohl er die richtige Lösung schon im Kopf hatte. Migo bezeichnet sich selbst als "Couchspieler". Ohne den Druck während der Sendung, hätte er die Antwort einfach gesagt und hätte sich auch vorher viele Joker sparen können, ist er sich sicher. "Ein gewisses Maß an Ärgernis ist natürlich da", sagt er. Aber er versucht nicht weiter darüber nachzugrübeln, denn sein eigentlicher Grundsatz lautet: Gesundheit und Zufriedenheit - das ist das einzig wichtige im Leben des Kennfusers. Daher will er auch einen großen Teil seines Gewinnes dem kleinen David Schillings, dessen Vater - ein Neffe von Migo - aus Bullay stammt, weitergeben, der an Ösophagusatresie leidet (wir berichteten), zukommen lassen. Aber auch eigene Wünsche will sich Familie Franzen von dem Geld erfüllen. An oberster Stelle steht dabei ein Wohnmobil. Das wollten sie schon immer haben: "Das kann ich über Jahre benutzen und unser Hund kann dann auch mit in den Urlaub fahren. Das Wohnmobil wird unser Baby werden." Außerdem will Migo einen Hühnerstall bauen. Die Einstellung zum Geld habe sich bei dem 51-Jährigen durch den "Geldsegen" aber nicht geändert: "Das Geld wird nicht morgen weg sein. Das wäre es nicht wert". Auch das 16 Jahre alte Auto der Familie ist ihnen nach wie vor gut genug. "Wir stehen mit beiden Füßen auf dem Boden und bleiben bescheiden." Auch im Rampenlicht steht die Familie Franzen nicht gerne. Aber nur um "den Hype mal mitzubekommen", hat sich Migo nach der Sendung bei Facebook angemeldet. Er war überrascht, wie schnell tausende Menschen sein Profil gesehen und angeklickt haben und nutzte damit die Gelegenheit, einen Spendenaufruf für David zu starten. Denn das habe Migo bei der Aufzeichnung durch die Aufregung vergessen und dadurch, dass er seinen Auftritt nicht geplant hat. Seine lustigen Geschichten und sein Unterhaltungsprogramm, was ihn so sympathisch machten, kamen frei "aus der Lameng" heraus. Das Einzige, was sich Migo von Anfang an vorgenommen hat, war sein Jubelschrei und die feste Umarmung von Günther Jauch, als er es auf den "Quizstuhl" geschafft hat. Auf den Spendenaufruf für David im Internet folgte direkt eine "super Resonanz", erzählt der Kennfuser. "Es wurde viel gespendet. Das war richtig schön zu sehen. Facebook ist für mich eine ganz andere Welt, aber wenn man über diesen Weg helfen kann und ich damit nachholen kann, was ich bei der Sendung verpasst hab, dann finde ich das einfach klasse!" Foto: Linden