Arbeitslosigkeit geht deutlich zurück

Im Landkreis Cochem-Zell sind Ende Juni 1.156 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 185 weniger als vor vier Wochen und 175 weniger als vor einem Jahr. Im Juni 2019 waren allerdings noch 257 Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote ist um 0,6 Punkte auf 3,4 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent, im Vor-Corona-Jahr 2019 bei 2,7 Prozent.
Bilder

In jedem Fall sei es ein gutes Zeichen, dass der Betrieb auch dort, wo in den letzten Monaten die stärksten Einschränkungen spürbar waren, wiederaufgenommen werde, betont Frank Schmidt, Leiter der auch für Cochem-Zell zuständigen Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen. "Im Handel, aber zum Beispiel auch in Hotel und Gastronomie gibt es vorsichtigen Optimismus. Ob der Anschluss an die Zeit vor der Pandemie gelingen wird und wie lange das dauert, muss sich aber erst noch zeigen. Eine vierte Welle wäre in jeder Hinsicht schwierig – auch für den Arbeitsmarkt." Jobcenter-Kunden profitieren weniger Zurzeit bildet sich die Entspannung auch auf dem Stellenmarkt ab. 114 neue Angebote wurden dem Arbeitgeberservice in den letzten vier Wochen aus dem Landkreis gemeldet. Insgesamt registriert die Agentur damit im COC-Kreis 484 offene Stellen - 73 mehr als vor einem Jahr. Auch im Juni profitiert das Jobcenter weniger stark vom Rückgang der Arbeitslosigkeit, das zeigt der Blick auf die entsprechenden Rechtskreise des Sozialgesetzbuches (SGB). So musste ein Teil der Betroffenen nach einem Jahr Arbeitslosigkeit von der Versicherungsleistung des SGB III in die Grundversorgung des SGB II (Hartz IV) wechseln. Unterm Strich werden damit Ende Juni im Landkreis 496 arbeitslose Frauen und Männer nach SGB III von der Arbeitsagentur betreut – 174 weniger als im Mai und 135 weniger als vor einem Jahr. In der Obhut des Jobcenters (SGB II) befinden sich derzeit 660 arbeitslose Menschen. Das sind elf weniger als vier Wochen zuvor und 40 weniger als im Juni 2020. Im Juni 2019 waren rund 60 Personen weniger nach SGB III arbeitslos gemeldet und knapp 200 weniger nach SGB II. Lage am Ausbildungsmarkt Die Krise lasse sich weiterhin auch auf dem Ausbildungsmarkt ablesen. Zwar suchen Unternehmen inzwischen wieder verstärkt Nachwuchs, die jugendlichen Schulabgänger jedoch seien nach Monaten häuslich-schulischer Isolierung oft stark verunsichert. So suchten bislang 331 Jugendliche aus dem Landkreis Rat und Unterstützung bei den Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Agentur. Das sind 30 weniger als vor einem Jahr. 116 von ihnen gelten noch als unversorgt. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen liegt mit 526 dagegen deutlich über dem Vorjahresniveau (plus 135). 234 dieser Plätze sind noch offen. Auf jeden Fall gebe es auch zwei Monate vor Ausbildungsstart noch gute Chancen, einen Traumjob zu finden. Entwicklung beim Kurzarbeitergel (KuG) Im Juni zeigten laut Statistik nur noch vier Betriebe aus dem Landkreis für 28 Beschäftigte Kurzarbeit an. Vor einem Jahr waren es zehn Betriebe und 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Mai 2019 spielte Kurzarbeit so gut wie keine Rolle. Insgesamt registrierte die Arbeitsagentur seit Beginn der Krise im März 2020 im Landkreis Cochem-Zell 1.287 KuG-Anzeigen für 10.245 Beschäftigte. Kontakt: - Agentur für Arbeit Cochem: 02 61 / 40 54 05 - Berufsberatung: 02 61 / 40 54 44, 0 26 51 / 95 03 33 - E-Mail: koblenz-mayen.postfach@arbeitsagentur.de - Jobcenter Cochem-Zell: 0 26 71 / 6 03 31 11, E-Mail: Jobcenter-Cochem-Zell@jobcenter-ge.deSymbolfoto: Archivwww.arbeitsagentur.de/eserviceswww.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/arbeitslosengeld-2