Aus der Eifel nach Malawi und zurück

Paul Christian Heck ist zurück in Greimersburg. Ein Jahr hat er in Malawi, einem Land im Südosten Afrikas, als Freiwilligendienstleistender verbracht.
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Auf Paul Christian Hecks Wunschliste standen Bolivien und Indien ganz oben. "Ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal nach Malawi komme. Jetzt bin ich total froh, dass es so gekommen ist!" Beim Verein SoFiA (Soziale Friedensdienste im Ausland) in Trägerschaft des Bistums Trier können die Jugendlichen Wünsche abgeben, in welchem Land sie gerne ihre Arbeit leisten möchten, aber weitere Aspekte wie die Persönlichkeit des Bewerbers, der gewünschte Tätigkeitsbereich und die jeweilige Kultur werden in den Entscheidungsprozess mit einbezogen.Dieses Konzept habe ihn von SoFiA überzeugt. "Ich konnte mich auf die Einschätzung von Experten verlassen, denn das Projekt wird speziell für einen rausgesucht", erklärt er. Bei Paul entschieden die Verantwortlichen dann, dass es Malawi werden soll. Dabei kam die Vorbereitung nicht zu kurz: Der 21-Jährige erlebte keinen Kulturschock: "Ich war gut auf das Land, die Kultur und die Situation vor Ort vorbereitet, insbesondere emotional". Dazu zählten viele Treffen mit anderen und ehemaligen Freiwilligen, Experten von SoFiA und auch ein Tropenmediziner gab Informationen zum Auslandsaufenthalt. Gearbeitet hat der junge Mann in einer Waisenschule. "Ich habe einfach überall mitgeholfen", berichtet der Abiturient. Sein Schwerpunkt lag in der Unterrichtsvor- und -nachbereitung. In einer Klasse waren etwa 50 Schülerinnen und Schüler; in der gesamten Schule 400. Die Schulbildung müsse von den Eltern finanziert werden. "Das ist ein großes Problem", weiß Paul. Schüler haben oft Sponsoren aus dem Ausland, die ihnen die Bildung ermöglichen. Im Vorfeld seines Auslandsjahres sei der Beruf des Lehrers eine Option gewesen. "Aber ich habe Aspekte am Lehrersein kennengelernt, die nicht zu meinem Charakter passen", diese Erfahrung sei durchaus hilfreich für ihn gewesen. Ab Oktober studiert er Publizistik und katholische Religion im Beifach an der Universität in Mainz. Als Ehrenamtlicher möchte er sich aber weiterhin im sozialen Bereich bewegen, vielleicht als Betreuer von Ferienfreizeiten. Alleine ohne Familie oder ohne den Rahmen einer Ferienfreizeit sei er früher nicht vereist, "das hat sich aber jetzt geändert. Ich habe eine lange Liste von Ländern, in die ich reisen möchte. Denn Malawi hat mir gezeigt, dass ich mich in anderen Kulturen zurecht finde.« Sein Fazit lautet: »Malawi hat mich reifen lassen" und "Die Menschen sind überall gleich, nur haben sie andere Hautfarben." Info: www.sofia-trier.de oder unter Telefon: 06 51 / 9 93 79 63 01. Foto: privat