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Eine außergewöhnliche Liebeserklärung

"O Mosella, du hast doch so viel Wein" heißt es in dem wohl bekanntesten Mosellied, aber der Fluss und seine Landschaft haben - in den Augen von Peter Friesenhahn - noch viel mehr zu bieten.
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Peter Friesenhahn muss nur wenige Meter gehen, um an "seine" Mosel zu gelangen. Der Fluss hat ihn seit seiner Kindheit fasziniert und fasziniert ihn noch heute. Was hilft gegen Hochwasser und Heimweh? Kann man sich nach dem Tod in der Mosel verstreuen lassen? Gibt es den französischen Moselaner? Warum schunkeln Moselaner so gern? Fragen über Fragen, die nach Antworten suchen. "Flussgeschmack" In seinem neuen Buch "Flussgeschmack" nimmt Peter Friesenhahn seine Leserinnen und Leser mit auf eine Moselreise von der Quelle bis zur Mündung. Seine Moselreise hat aber nichts mit einem Reiseführer zu tun. Die Menschen sind es, die ihn interessieren. "Das haben viele schon geahnt", erzählt Friesenhahn von den ersten Lesungen im Kardener Stiftsmuseum und im KulturKino in Kaimt. Die Resonanz sei durchweg positiv gewesen. "Die Leute haben so viel gelacht, wie noch bei keinem meiner Bücher", ist er ein bisschen verlegen, denn seine Erlebnisse blenden die Schattenseiten nicht aus. Der Pündericher blickt auf viele Reisen zurück, die er im Laufe seines Lebens entlang, auf und in dem Fluss gemacht hat. Von der Quelle bis zur Mündung In den vergangenen zwei Jahren hat er dreimal den Weg von den Vogesen bis zum Deutschen Eck hinter sich gebracht. Hier waren es die Begnungen mit den Menschen, die das Buch zu einer außergewöhnlichen Liebeserklärung machen. "Es ist aber auch keine Biographie, sondern erlebtes Moselleben", sagt er und dabei blitzt auch manchmal der Schalk durch oder aber sein Unverständnis übers "Saufen da wo‘s wächst". Sein Fazit ist trotzdem eindeutig positiv: "Trotz langer, feuchter, nasskalter Monate, trotz Hochwasser, unlauterer Winzer und anderer Katastrophen. Eine aufregende Gegend, in der es sich zu leben lohnt." Buch und Film Das Buch alleine hat Peter Friesenhahn aber natürlich nicht gereicht. Er ist nämlich auch ein Filmemacher, der viele Regionen der Heimat in bewegten Bildern konserviert hat. "Mein Moselfilm auf YouTube wurde bereits 190.000-mal angeklickt", erzählt er nicht ohne Stolz. Und Filmsequenzen spielen auch bei seinen Lesungen eine gewichtige Rolle. Am Samstag, 9. Februar, 20 Uhr, ist er im Calmont-Forum in Bremm zu Gast. Dann wird er aus dem Buch lesen und Aufnahmen von dem Bau der ersten Monorackbahn im steilsten Weinberg Europas zeigen. "Das gibt's nur in Bremm zu sehen", wirbt der Autor. "Flussgeschmack" ist im Rhein-Mosel-Verlag erschienen und im Buchhandel sowie online erhältlich. Foto: Paulywww.r-m-v.de


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