Einsatz von Corona-Spürhunden

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen, hat sich an der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) in Hannover über den Einsatz von Corona-Spürhunden informiert - ein Forschungsprojekt der Hochschule und der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr in Ulmen.
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Von links: Pascal Baum, Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr, Professor Dr. Holger Volk, Klinik für Kleintiere, Ministerpräsident Stephan Weil und TiHo-Präsident Dr. Gerhard Greif.

Von links: Pascal Baum, Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr, Professor Dr. Holger Volk, Klinik für Kleintiere, Ministerpräsident Stephan Weil und TiHo-Präsident Dr. Gerhard Greif.

Bereits im Sommer vergangenen Jahres veröffentlichten Forschende aus der Klinik für Kleintiere und des Research Center for Emerging Infections and Zoonoses der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover eine Studie, in der sie zeigten, dass trainierte Spürhunde in der Lage sind, Speichelproben SARS-CoV-2-infizierter Menschen von Speichelproben gesunder Menschen zu unterscheiden. Bereits nach einer nur einwöchigen Trainingszeit erreichten die Tiere eine mittlere Detektionsrate von 94 Prozent. Professor Dr. Holger Volk, Leiter der Klinik für Kleintiere, Dr. Esther Schalke von der Bundeswehr, Nico Röger, Hannover Concerts GmbH und Stefan Schreckensberger, ProEvent Hannover, stellten Stephan Weil eine Projektidee vor, die den Einsatz von Hunden bei Veranstaltungen vorsieht. Weil zeigte sich beeindruckt von dem Potenzial, das die Hunde bieten. Er sagte: "Es wären viele Möglichkeiten denkbar. Ob die Hunde beim Einlass zu Veranstaltung eingesetzt werden können, muss eine Machbarkeitsstudie zeigen." Volk erklärte: „Da Hunde innerhalb weniger Sekunden eine Entscheidung treffen und sie damit deutlich schneller sind als Antigen-Schnelltests und kein unangenehmer Nasen-Rachenabstrich genommen werden muss, wie er für die PCR-Tests erforderlich ist, ist ihr Einsatz besonders für größere Menschenansammlungen attraktiv." Die Projektidee sehe vor, den Einsatz von Spürhunden als Screeningmethode im Zusammenspiel mit Antigen-Schnelltests und PCR-Testverfahren zu evaluieren. Dafür möchte das Team vier Veranstaltungen unter unterschiedlichen Bedingungen durchführen. Die Zahl der Studienteilnehmenden, der vorgeschriebene Mindestabstand und ob ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss, variierten in den vier Test-Szenarien. In der letzten Phase sei geplant, nach dem Motto "Zurück zur Normalität", ganz auf Masken und Abstände zu verzichten. Foto: Sonja von Brethorstwww.bundeswehr.dewww.tiho-hannover.de