Stefan Pauly

Klima und regionale Wertschöpfung im Fokus

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Die Verträge sind gemacht (von links):  Karl Heinz Simon, VG-Bürgermeister Zell, Alfred Steimers, VG-Bürgermeister Ulmen, Gerd Schäfer, Notar, Dirk Barbye, Werkleiter, Kreiswerke Cochem-Zell, Wolfgang Lambertz, VG-Bürgermeister Cochem, Albert Jung, VG-Bürgermeister Kaisersesch, Falko Fischer, Geschäftsführer Kreisenergiegesellschaft, und Landrat Manfred Schnur.

Die Verträge sind gemacht (von links): Karl Heinz Simon, VG-Bürgermeister Zell, Alfred Steimers, VG-Bürgermeister Ulmen, Gerd Schäfer, Notar, Dirk Barbye, Werkleiter, Kreiswerke Cochem-Zell, Wolfgang Lambertz, VG-Bürgermeister Cochem, Albert Jung, VG-Bürgermeister Kaisersesch, Falko Fischer, Geschäftsführer Kreisenergiegesellschaft, und Landrat Manfred Schnur.

Foto: Pauly

Cochem. Die Verträge sind unterzeichnet: Die Kreisenergiegesellschaft Cochem-Zell GmbH nimmt ihre Arbeit auf.

Wer zurzeit nach einem wichtigen Zukunftsthema fragt, der wird mit dem Thema Versorgungssicherheit mit Energie zu bezahlbaren Preisen konfrontiert. Mit der Gründung einer Kreisenergiegesellschaft (KEG) wollen die politisch Verantwortlichen im Landkreis Cochem-Zell eine energiepolitische Zukunftsaufgabe in Angriff nehmen. »Die Energiekrise zeigt, dass wir auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien weitergehen müssen«, so Landrat Manfred Schnur. Die Breitband-Infrastrukturgesellschaft Cochem-Zell mbH (BIG) habe gezeigt, dass sich die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene lohne. Die vor elf Jahren gegründete BIG schreibe schwarze Zahlen, führte der Landrat bei der Vertragsunterzeichnung der Verträge für die KEG an.

Hintergrund der Zusammenarbeit war und ist somit das analoge Ziel, die kommunale Wertschöpfung durch Beteiligung an Planung, Bau und Betrieb von erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen sowie Direktvermarktung des erzeugten Stroms, nach Möglichkeit über das neue »Virtuelle Kraftwerk Cochem-Zell«, zu steigern. So heißt es in einem Positionspapier des Landkreises und seinen Verbandsgemeinden.

»Was wir hier tun, geht solidarisch zurück zu den Gesellschaftern«, fügt Landrat Schnur hinzu. Die erzielten Wertschöpfungseffekte seien elementar für eine klimafreundliche Zukunft. Die Gründung der Kreisenergiegesellschaft sei deshalb nicht nur ein Gewinn auf kommunaler Ebene, es profitierten neben allen Gemeinden auch alle Bürgerinnen und Bürger, ergänzte der Ulmener VG-Bürgermeister Alfred Steimers. »Neben dem Erreichen der Klimaziele eröffnen sich mit der Kreisenergiegesellschaft große Chancen für die Verbesserung der finanziellen Situation der Ortsgemeinden und der Stadt«, ist auch der Cochemer VG-Bürgermeister Wolfgang Lambertz von der Sinnhaftigkeit der KEG überzeugt.

Gesellschafter der KEG sind die vier Verbandsgemeinden und der Landkreis mit jeweils 20 Prozent. »Die Kreisenergiegesellschaft ist ein großartiges Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. In der Gesellschaft werden die Interessen der Kommunen im Landkreis gebündelt. Ich hoffe, dass alle Ortsgemeinden auch solidarisch sind. Das sind sie leider nicht immer. Hier geht es einfach auch darum die Einnahmen aus den erneuerbaren Energieanlagen zu sozialisieren«, mahnte der Kaisersescher VG-Bürgermeister Albert Jung an. Hier sei das Beispiel der VG Zell mit ihrem Solidarpakt für erneuerbare Energieanlagen, so der Zeller VG-Bürgermeister Karl Heinz Simon, ein gutes Vorbild, dass es auch kreisweit funktionieren kann.

Die Geschäftsführung übernimmt Falko Fischer vom Eigenbetrieb »Klima & Energie« der Kreiswerke Cochem-Zell. Die KEG soll sich dann grundsätzlich als Komplementär (Vollhafter) an Projektgesellschaften zur Umsetzung konkreter Projekte für erneuerbare Energieanlagen im Landkreis Cochem-Zell beteiligen.

www.cochem-zell.de

 


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