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"Krankenhaus-Standort ist unverzichtbar"

Der Krankenhaus-Standort Zell ist für die Landesregierung unverzichtbar. Das sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) im Rahmen eines Pressegesprächs im Klinikum Mittelmosel.
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Im Klinikum Mittelmosel in Zell ist ein Jahr nach der Insolvenz wieder Optimismus eingekehrt.

Im Klinikum Mittelmosel in Zell ist ein Jahr nach der Insolvenz wieder Optimismus eingekehrt.

Rund ein Jahr nach dem der Klinikträger "Via Salus GmbH" Insolvenz anmelden musste, zu der auch das Klinikum Mittelmosel gehört, blicken die Verantwortlichen des Zeller Krankenhauses wieder etwas optimistischer in die Zukunft. "Das Vertrauen der Patienten wächst wieder. Wir verzeichnen steigende Fallzahlen", so Manfred Sunderhaus, Geschäftsführer der "Katharina Kasper ViaSalus GmbH". Er räumt aber auch ein, dass noch nicht alle Probleme gelöst seien.  Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler stimmt es mit Blick auf das verganene Jahr positiv, dass die Insolvenz in Eigenverantwortung nicht das Ende eines Standorts sein muss. Der Standort Zell gehöre zudem zu den Standorten im Land, die im Rahmen der Sicherstellungszuschläge 400.000 Euro im Jahr erhalten. Der wird Kliniken gewährt, wenn bei deren Wegfall 5.000 Menschen länger als 30 Autominuten brauchen, um zur nächsten Chirurgie, Inneren Abteilung oder Notfallversorgung zu kommen. Im Fall des Klinikums Mittelmosel wären es sogar 15.000 Menschen. Das sei sicher eine Übergangslösung, denn letztlich müsse das Fallpauschalen-System geändert werden. "Das sind die Herausforderungen vor denen bundesweit alle kleinen Krankenhäuser stehen. Sie kommen nicht auf die Fallzahlen, um wirtschaftlich arbeiten zu können", sagt die Gesundheitsministerin.  Um die kleinen Krankenhäuser im Land zu erhalten, sei die Zusammenarbeit der Politik mit der Krankenhausgesellschaft, den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung ein wichtiger Faktor. Das habe in Zell zusammen mit den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern funktioniert. Um den eingeschlagenen Weg weiter fortzusetzen seien die ersten Weichen bereits gestellt. "Um den Spagat zwischen den wirtschaftlichen Zwängen und den steigenden Qualitätsanforderungen zu schaffen, suchen wir gegebenenfalls auch Kooperationen", so der Ärztliche Direktor Harald Levy. Hier seien Gespräche mit umliegenden Krankenhäusern und den niedergelassenen Ärzten angedacht. Ende März soll zudem die palliativmedizinische Versorgung wieder aufgenommen werden. Im Bereich des Pflegepersonals setze man unter anderem auf neue Schichtmodelle sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, um die Pflegequalität zu sichern und auszubauen sowie sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, formulierte Pflegedirektor Vladimir Lejrich den Anspruch, wohl wissend, dass sich die Belegschaft auch in Krisenzeiten solidarisch gezeigt habe. Foto: Paulywww.klinikum-mittelmosel.de