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Mögliches Gewerbegebiet im Fokus

Die mögliche Ausweisung eines Gewerbegebiets in der Nähe des Landkerner Ortsteils Neuhof bewegt weiter die Gemüter. Im WochenSpiegel-Gespräch äußern sich Ortsbürgermeister Thomas Heucher und VG-Bürgermeister Albert Jung zum aktuellen Sachstand.
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VG-Bürgermeister Albert Jung (links) und Rainer Weiler von der VG-Verwaltung Kaisersesch mit dem Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde.

VG-Bürgermeister Albert Jung (links) und Rainer Weiler von der VG-Verwaltung Kaisersesch mit dem Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde.

Die Gegner des möglichen Gewerbegebietes Landkern-Neuhof waren in den vergangenen Wochen sehr aktiv. Viele Leserbriefe und eine Online-Petition (www.openpetition.de/neinIGG)haben für Aufmerksamkeit gesorgt. Im Kreuzfeuer der Kritik standen auch Ortsbürgermeister Thomas Heucher und VG-Bürgermeister Albert Jung. Moderne, zukunftsfähige Unternehmen im Fokus "Wir sind bis zum jetzigen Zeitpunkt unserer Informationspflicht nachgekommen. Bis zum heutigen Tag hat es keine Abstimmung für das mögliche Gewerbegebiet gegeben und es gibt auch noch kein Datum wann das geschehen soll", so der Ortsbürgermeister. Es gelte jetzt die Informationsbasis zu verbreitern und dazu gehöre auch eine Fahrt ins Gewerbegebiet Föhren bei Trier, fügt er an. "Wir wollen dort sehen, wie ein modernes Gewerbegebiet strukturiert ist und wie es in der Realität aussehen kann", sagt Heucher. Mit Blick auf die Online-Petition sind sowohl Jung als auch Heucher einer Meinung. "Weder die Verbandsgemeinde noch die Ortsgemeinde haben die Absicht, Schwerindustrie, Rauchschlote oder Massentierhaltung nach Landkern zu bringen! Dies wird bewusst von den Gegnern der Entwicklung verbreitet. Im Fokus stehen moderne, zukunftsfähige Unternehmen, die qualifizierte Arbeitsplätze und Wertschöpfung abbilden. Die Unternehmen sollen im Flächenverbrauch angemessene Größen, bei hoher Arbeitsplatzdichte und guter Wertschöpfung aufweisen", formulieren beide den Anspruch an ein mögliches Gewerbegebiet, das man auch klimaneutral gestalten könne. Interessante Anfragen Dabei betont Jung, dass es durchaus konkrete und interessante Anfragen nach Gewerbeflächen gegeben habe. "Zu diesem Geschäft zählt aber zunächst auch die Diskretion. Alles andere wird als unseriös angesehen", entgegnet der VG-Bürgermeister den Kritikern. Letztlich sei die wirtschaftliche Entwicklung eine der Hauptaufgaben der Kommunalpolitik und dieser Herausforderung stelle man sich. Nicht zuletzt basierend auf einem Beschluss des Verbandsgemeinderats vom 1. April 2019 zur Evaluierung potentieller Gewerbeflächen. Dabei sei das Gebiet in der Nähe des Landkerner Ortsteils Neuhof in den Fokus gerückt. "Dabei sprechen unter anderem die Eigentumsverhältnisse für das Gebiet, das sich auf der Teilfläche in Richtung Kaisersesch in den Händen der Gemeinde befindet, und die Autobahnnähe, die ohne Ortsdurchfahrt zu erreichen ist. Zudem ist die Fläche relativ eben und auch die Entwässerung birgt keine Probleme", zählt Jung, die für ihn sachlichen Argumente, auf. Der Naturschutz, den die Kritiker ebenfalls anführen, müsse im Fall der Fälle natürlich überprüft werden. "Die Entscheidung liegt zunächst aber bei der Ortsgemeinde. Will sie die Gewerbefläche alleine oder mit einem Partner – beispielsweise in einem Zweckverband – überhaupt erschließen? Ohne ihr positives Votum wird nichts geschehen", so Jung. Foto: Paulywww.kaisersesch.de