"Schluss mit den Märchen"

Der SPD Kreisverband reagiert mit einer klaren Forderung auf die neuen Vorwürfe gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Bleser und die Ermittlungen der Koblenzer Staatsanwaltschaft wegen Untreue.
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"Es muss endlich Schluss sein mit den Märchen und Ausreden. Die Zeiten der Opferrolle glaubt nun auch der Letzte nicht mehr. Wir fordern endlich eine lückenlose Aufklärung", fordern die Genossen. Die SPD zeigt sich dabei wenig überrascht über die neuen Entwicklungen. Es sei mittlerweile jedem bekannt, dass illegale Spenden angenommen worden seien. Dass sich Peter Bleser dabei auch strafbar gemacht haben könnte, sei nur eine von vielen logischen Schlussfolgerungen. Der SPD sei auch klar gewesen, dass sich die Kreis-CDU um eine Aufklärung der Spendenaffäre "gedrückt habe". Lange habe man geschwiegen und geleugnet. SPD Kreisvorsitzender Benedikt Oster sagte dazu: "Das Spitzenpersonal der CDU Cochem-Zell - Beilstein, Bleser, Schnur und Balthasar-Schäfer - hat nie etwas zugegeben. Dabei wussten aber offensichtlich alle Beteiligten, wie tief ihr Kreisverband im Spenden-Sumpf steckt. Man griff zum bewährten Verhaltensmuster der Cochem-Zeller Christdemokraten und deckte sich gegenseitig. Jetzt jedoch müssen auch alle Protagonisten zusammen die Konsequenzen aus dem Skandal tragen."  Personelle Konsequenzen seien überfällig.
Im Licht der heutigen Erkenntnisse komme Oster der Auftritt der damaligen Cochemer Bürgermeisterkandidatin Balthasar-Schäfer im Kapuzinerkloster Cochem am 11. September nahezu grotesk vor: "Wer auf dem Wahlkampf-Podium vor fast 300 Menschen angesprochen auf die Mauss-Affäre die ahnungslose Unschuld vom Lande spielt, es aber als Schatzmeisterin der CDU längst faustdick hinter den Ohren hat, der veräppelt die Menschen und macht sich unglaubwürdig. Ihre damaligen Worte holen sie jetzt ein. Der jetzige Rücktritt von Frau Balthasar-Schäfer kommt einem Schuldeingeständnis gleich", so Oster.
An einer Aufklärung sei die Union nicht interessiert, jetzt müsse Bleser den Skandal ausbaden, an dem mehrere Personen beteiligt seien.
Die Kreis- und Landes-CDU sei so stark in die Ecke gedrängt, dass man nach dem letzten Strohhalm greife, um den Schaden abzuwenden. Auch Generalsekretär Schnieder mache dabei keine glückliche Figur. Es müsse der letzte Ausweg sein, sich von Peter Bleser zu distanzieren, indem man Dokumente durchstecke und so tun würde, als würde man die Ermittlungen unterstützen. Die Cochem-Zeller Sozialdemokraten kreiden der CDU Cochem-Zell darüber hinaus an, den Ruf einer gesamten Region in den Schmutz zu ziehen: "Im gesamten Bundesgebiet wird der Landkreis Cochem-Zell in den Medien nun in einem Atemzug mit dem Spendensumpf genannt. Das haben die Bürgerinnen und Bürger nicht verdient und nur einer Institution zu verdanken - der CDU Cochem-Zell!" Foto: Oster


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