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Trotz Warnung: Valwiger Feuerwerk soll stattfinden

An diesem Wochenende feiert der kleine Moselort Valwig seine „Riesling-Festtage“. Als einer der Höhepunkte des Weinfestes ist das „Feuerwerk aus den Valwiger Weinbergen“ im Festprogramm aufgeführt. Und um genau dieses Feuerwerk ist ein Diskussion entbrannt.
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Valwig.  Die Genehmigung der Verbandsgemeinde zum Abbrennen des Feuerwerkes besagt, dass der Brandschutz gewährleistet sein muss. Doch dies macht der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Cochem, Berthold Berenz nicht mit. „Ich kann keine Brandwache zur Verfügung stellen, da ich der Auffassung bin, dass die Brandgefahr durch ein solches Feuerwerk nicht unerheblich ist.“  Daran ändere auch die Tatsache nichts, das die Festverantwortlichen den Abschussort der Raketen bereits aus den Weinbergen ans Moselufer verlegt haben. Berthold Berenz: „Die Vorkommnisses beim Feuerwerk in Ernst haben uns klar gezeigt, wie gefährlich es ist, bei dieser Trockenheit Raketen abzuschießen.“ Beim Weinfest in Ernst war es kurz nach dem Beginn des Feuerwerkes zu einem Brand in einem Steilhang gekommen, der von der Feuerwehr zwar schnell, aber nur mit enormen Einsatz gelöscht werden konnte. „Dieser Fall hat uns vorsichtig gemacht“, so Berenz.
Die Verantwortlichen in Valwig sehen die Gefahr, dass es zu einem folgenschweren Brand kommt, nicht. Auch das die Feuerwehr das Feuerwerk nicht absichern darf führt nicht zur Absage. Ortsbürgermeister Klaus Zucchet: „Das Feuerwerk findet statt.“
Nach den Worten des Bürgermeisters werden entsprechende Vorkehrungen getroffen, die im Falle das „etwas Wiese anfängt zu brennen“ zum Einsatz kommen. Zucchet: „Wir haben genügend Feuerlöscher vor Ort und auch ein Spritzfass mit Wasser auf der Wiese stehen.“  Dazu käme noch die Tatsache, so Ortschef Zucchet, dass der Feuerwerker lediglich Raketen abfeuern wird, die nicht höher als 60 Meter steigen würden. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht, sehen aber letztlich keine Gefahr. Deshalb findet das Feuerwerk wie geplant statt.“