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Überraschungskandidat: Mattes tritt nochmal an

Abgewählter VG-Bürgermeister möchte nun in seinem Heimatort
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Will es nach Jahren der politischen Abstinenz nochmals wissen: Ex-Bürgermeister Ewald Mattes tritt in einer Urwahl an. Diesmal als Ortsbürgermeister von Landkern.                                                                                             Foto: privat

Will es nach Jahren der politischen Abstinenz nochmals wissen: Ex-Bürgermeister Ewald Mattes tritt in einer Urwahl an. Diesmal als Ortsbürgermeister von Landkern. Foto: privat

Von Carolina Wicher und Mario Zender

Das dürfte die Meldung zur Kommunalwahl im Kreis Cochem-Zell sein: Ewald Mattes, ehemaliger VG-Bürgermeister in Kaisersesch, tritt bei der Wahl zum Ortsbürgermeister am 26. Mai in seinem Heimatort Landkern gegen Amtsinhaber Thomas Heucher an.  Mattes war von 1982 bis 1996  bereits ehrenamtlicher Ortsbürgermeister in seiner damaligen Heimat Dockweiler (Vulkaneifelkreis) und von 1996 bis 2010 hauptamtlicher VG-Bürgermeister in Kaisersesch.  Am 29. April 2010 war Mattes wegen sexueller Nötigung einer Mitarbeiterin zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Am 15. August 2010 wurde Mattes mit 82,7 Prozent in einem Bürgerentscheid als hauptamtlicher Bürgermeister der VG Kaisersesch abgewählt. Nach Jahren der kommunalpolitischen »Abstinenz« möchte Mattes nun offenbar wieder »an die Macht«.

Gegenüber dem WochenSpiegel sagt Mattes: »Ich werde noch einmal ins Rennen gehen und für das Amt des Ortsbürgermeisters in Landkern kandidieren. Ich mache seit rund 30 Jahren Kommunalpolitik und ein politisches Herz hört mit dem Alter eben nicht einfach auf zu schlagen«, so der 67-Jährige. Als Rentner und Inhaber eines Immobilienbüros habe er nach eigenen Angaben die Zeit, die man für ein solches Amt benötige. »Ich kann mir meine Termine einteilen und muss nicht jeden Auftrag annehmen. Das gibt mir den flexiblen Rahmen, mich zu engagieren.« Landkern sei für ihn die »optimale Ortsgemeinde«. »Hier gibt es noch einen Metzger, eine Bäckerei und vieles mehr - das sind alles Dinge, die das Leben hier auch für ältere Leute noch attraktiv machen. Dieses Umfeld - auch das soziale - möchte ich erhalten.«  Was sagt Amtsinhaber Thomas Heucher zu seinem Herausforderer? »Ich sehe dem recht gelassen entgegen, der Wähler entscheidet,« so der 54-jährige Betriebswirt. Seit 2016 ist Heucher Ortschef in Landkern und steht nach eigenen Angaben mit seinem Team und der Wählerliste für »Kontinuität und Vernunft«.