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Vereitelte Cochemer Polizei Kapitalverbrechen?

Ein aufmerksamer Zeuge und professionelle Polizeiarbeit haben möglicherweise ein Kapitalverbrechen in der Eifel vereitelt.
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Vergangene Woche Montagabend, gegen 19 Uhr, hat ein Anwohner in Ulmen beobachtet, wie mehrere Männer sich an einem Wagen zu schaffen machten. Die Unbekannten, die mit einem anderen Fahrzeug gekommen waren, schraubten an zwei abgestellten Autos neue Kennzeichen an.  Da ihm dies komisch vorkam, alarmierte der Zeuge die Cochemer Polizei. Falsches Kennzeichen Die Beamten stellten schnell fest, dass das angebrachte Kennzeichen als gestohlen gemeldet war und beschlossen den Wagen durch Zivilfahnder observieren zu lassen. Wenige Stunden später kamen die unbekannten Männer zurück und einige stiegen in das betreffende Fahrzeug ein. Die Polizei beschloss den Zugriff. Mehrere Streifenwagen, auch von Polizeidienststellen aus Daun und Mayen sowie ein Hundeführer zwangen die beiden Fahrzeuge anzuhalten. Sofort wurde den Beamten klar, dass sie es hier nicht mit »harmlosen Zeitgenossen« zu tun hatten. Zwar ließen sie sich widerstandslos festnehmen, doch beim Anblick eines Mannes, wussten die Beamten, dass besondere Vorsicht geboten war. Der Unbekannte trug im Wagen eine sogenannte »Splitterschutzweste«. In den beiden Autos der Männer fanden die Beamten, so Informationen des WochenSpiegel, Baseballschläger, Schreckschusspistolen, Handschuhe sowie Strumpfmasken. Alle fünf Männer (22 und 24 Jahre) wurden vorläufig festgenommen und sofort auf umliegende Polizeidienststellen gebracht. Gewaltverbrechen? Die Polizei vermutet, dass die fünf Männer (nach Informationen des WochenSpiegel sind vier davon vorbestraft) in Kürze ein Gewaltverbrechen verüben wollten. Harald Kruse, Leitender Oberstaatsanwalt in Koblenz: »Den Beschuldigten wird eine Verabredung zu einem Verbrechen (§ 30 StGB) zur Last gelegt. Es besteht der Verdacht, dass sie einen bewaffneten Raubüberfall verabredet und sich auf dem Weg zur dessen Durchführung befunden haben.«Die Festgenommenen (sie kommen alle aus dem Raum Köln-Bonn) machen es der Polizei nicht gerade leicht. Alle fünf sagten in den Vernehmungen das gleiche aus: Nichts! Für Ermittler der Kripo Mayen ist dies ein weiterer Hinweis, dass es sich bei den Verdächtigen um »Profis« handelt. Einen Tag später wurden die Männer dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl wegen des Verdachts zur Verabredung eines Verbrechens erließ.Bericht folgt!