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Wer bezahlt eigentlich diesen Löscheinsatz?

Für den Verursacher kann der Flächenbrand in Valwig teuer werden. Es sind bereits Kosten in Höhe von rund 40.000 Euro aufgelaufen.
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Es hätte eine Feuerkatastrophe werden können: Dank des schnellen und perfekt koordinierten Einsatzes zahlreicher Wehren konnte der Flächen- und Waldbrand in Valwig Dienstag vergangene Woche eingedämmt und nach rund fünf Stunden gelöscht werden. Insgesamt 16 Wehren und etwa 150 Feuerwehrangehörige waren in Valwig und dem Ortsteil Valwigerberg im Einsatz. Neben den Freilwilligen Feuerwehren war auch die Flughafenfeuerwehr Büchel zur Unterstützung vor Ort. Das DRK war mit 14 Personen vor Ort für die Verpflegung der Einsatzkräfte zuständig und stand für einen möglichen Verletztenfall in Bereitschaft. Polizeihubschrauber im Einsatz Dass die Flammen, die sich in Sekundenschnelle ausbreiteten, vor dem Übergreifen auf den Wald gestoppt werden konnten, war dem Einsatz des Polizeihubschraubers zu verdanken, der mit Hilfe eines Wassersacks in der Mosel jeweils mehrere hundert Liter aufgenommen und diese dann über den Flammen in dem steilen und unwegsamen Steilhang abgelassen hatte. Da der Hubschrauber längere Zeit im Einsatz war, wurde extra noch ein Auftank- und Wartungstrupp der Polizei nach Valwig beordert. Während des Einsatzes musste sogar die Mosel für die Schifffahrt gesperrt werden. Wer bezahlt den Einsatz? Die Polizei hat gegen einen Winzer aus einem Moselort ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Er hatte Grüngut am Fuß des Berges verbrannt. "Ob die Einsatzkosten von einem möglichen Verursacher zurückgefordert werden können, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festgestellt werden", so Udo Bukschat von der VG-Verwaltung Cochem. Eines steht allerdings bereits jetzt fest: Für irgendjemand wird es teuer werden: Entweder für den Verursacher oder den Steuerzahler. Bukschat: "Im Falle einer Rückforderung kämen nach derzeitigem Stand Kosten in Höhe von mindestens 40.000 Euro zusammen." Nach dem Wochenspiegel vorliegenden Informationen liegen noch nicht alle Kostenrechnungen vor. Außerdem sind in den genannten 40.000 Euro auch noch keine Kosten für den Hubschraubereinsatz der Polizei enthalten. Der Einsatz des Polizei-Hubschraubers vom Typ "Eurocopter EC 135" kostet nach Informationen unserer Zeitung pro Stunde nochmals 2.700 Euro.