Mario Zender

Landratswahl: Gemeinsame Kandidatin von SPD, Grüne und FWG

Cochem. Morgen soll Frau aus dem Hunsrück präsentiert werden. Bislang arbeitet sie im Innenministerium in Mainz.

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Soll am morgigen Freitag als gemeinsame Kandidatin zur Landratswahl von SPD, GRÜNE und FWG vorgestellt werden: Sonja Bräuer (34/SPD).

Soll am morgigen Freitag als gemeinsame Kandidatin zur Landratswahl von SPD, GRÜNE und FWG vorgestellt werden: Sonja Bräuer (34/SPD).

Foto: Archiv/SPD

Von Mario Zender

Die Landratswahl im Kreis Cochem-Zell wird spannend: Nach WochenSpiegel-Informationen hat die Cochem-Zeller SPD bei der Nominierung einen echten Coup gelandet. Die Genossen werden, so Informationen unserer Zeitung, am morgigen Freitag eine gemeinsame Landratskandidatin von SPD, GRÜNE und FWG für die Wahl am 18. Juni präsentieren. Sonja Bräuer (SPD) heißt die Frau, die von den drei politischen Gruppierungen ins Rennen um die Nachfolge von Landrat Manfred Schnur (CDU) geschickt wird. Die 34-Jährige ist im Kreis Cochem-Zell bislang politisch noch nicht in Erscheinung getreten. Nach Informationen unserer Zeitung stammt Bräuer aus dem rund 200 Einwohner zählenden Ort Auen im Landkreis Bad Kreuznach. Sie war, so ergaben Recherchen unserer Zeitung, bis vor einigen Jahren Pressesprecherin der SPD-Landesgeschäftsstelle und ist aktuell Pressesprecherin im rheinland-pfälzischen Innenministerium. Sonja Bräuer ist nun nach Anke Beilstein (CDU) die zweite Kandidatin, die sich für die Wahl um das Landratsamt im Kreis Cochem-Zell in "Stellung" bringt. Für Beilstein, die noch vom Kreisparteitag der CDU offiziell nominiert werden muss, dürfte Bräuer eine ernstzunehmende Konkurrentin sein. Allein schon die Unterstützung durch drei Parteien, die im Kreistag vertreten sind, bedeutet eine breite Parteienunterstützung. Zum einen durch die zahlreichen Mitglieder und zum anderen auch im Wahlkampf. Anke Beilstein hat nach der öffentlichen Diskussion um die Spendenaffäre und den geheim ausgehandelten "Deal" um Schadenersatz mit Ex-Bundestagsabgeordneten Bleser, deutlich Gegenwind in der eigenen Partei. Nach WochenSpiegel-Informationen ist es nach Bekanntwerden des Vergleichs und der Tatsache, dass sich Anke Beilstein und die Cochem-Zeller CDU darüber eisern ausschweigen, bereits zu Parteiaustritten von Cochem-Zeller CDU-Mitgliedern gekommen. Der Zeitpunkt der Präsentation der Kandidatin ist von SPD, GRÜNEN und FWG sicherlich kein Zufall, sondern vielmehr ein taktscher Schachtzug. Während am Freitagmorgen SPD, GRÜNE und FWG ihre gemeinsame Kandidatin vorstellen, hat abends Anke Beilstein zum CDU-Neujahrsempfang geladen. Dort wird die neue "politische Allianz" sicher für viel Gesprächsstoff sorgen. Als zum letzten Mal ein Kandidat im Kreis von drei Parteien unterstützt wurde, setzte er sich in der Stichwahl durch. Das war bei der Wahl von Jürgen Hoffmann (FDP), der mit öffentlicher Unterstützung von FDP, SPD und FWG deutlich zum neuen Bürgermeister der VG-Zell gewählt wurde. Das Nachsehen hatte damals die CDU. Bericht folgt!


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