52 Corona-Fälle im Monschauer Land

Land kehrt zu den ursprünglichen RKI-Inzidenzahlen zurück

Altkreis Monschau. Der Krisenstab von Stadt und Städtregion hat in 14 Monaten Corona-Pandemie schon viel erlebt, doch jetzt zeigt er sich fassungslos. Zunächst zählten die selbst ermittelten Sieben-Tage-Inzidenzen nicht mehr, sondern nur noch die Werte des Robert-Koch-Instituts. Dann mussten auch Nachmeldungen berücksichtigt werden, um festzustellen, welche "Bundes-Notbremse" gerade gilt. Jetzt die Rolle rückwärts: Die tagesaktuellen Inzidenzen sind nun wieder maßgeblich. Jeweils zwei Neuinfektionen meldet der Krisenstab aus den Gemeinden Roetgen und Simmerath, in Monschau gibt es keinen neuen Corona-Fall.

Die gemeinsam agierenden Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen informieren über die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus. Es gibt gegenüber der Meldung von gestern 149 nachgewiesene Fälle mehr. Seit Beginn der Zählung Ende Februar 2020 steigt damit die Zahl der nachgewiesen Infizierten auf 24.385. Aktuell sind 1745 Menschen nachgewiesen infiziert.

Die aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen:
Kommune    Aktiv    Gesamt
Aachen    776    10426
Alsdorf    188    2269
Baesweiler    69    1409
Eschweiler    217    2518
Herzogenrath    91    2003
Monschau    11    381
Roetgen    17    326
Simmerath    24    543
Stolberg    233    2702
Würselen    116    1805
noch nicht lokal zugeordnet    3    3
Gesamtergebnis    1745    24385

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt bei 541. In den vergangenen Tagen sind eine Frauen im Alter von 69 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 77 und 79 Jahren verstorben, die zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet wurden.

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist heute für die StädteRegion Aachen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 145 aus. Weitere Informationen findet man auf dem Dashboard des RKI unter: experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Wochenrückblick
Tag    Do    Fr    Sa    So    Mo    Di    Mi
Datum    29.04.    30.04.    01.05.    02.05.    03.05.    04.05.    05.05.
RKI-Inzidenz                        155    145
RKI-Korrigiert    171    168    160    157    163

Land kehrt zu den ursprünglichen RKI-Inzidenzahlen zurück

Da in der Regel an den Folgetagen noch Fälle mit einem Meldedatum von einem der Vortage nachübermittelt werden, erhöht sich die Sieben-Tage-Inzidenz bei rückwirkender Betrachtung. Deshalb hat das RKI in der vergangenen Woche erstmals eine Liste mit nachträglich aktualisierten Werten zu den kommunalen Sieben-Tage-Inzidenzen veröffentlicht. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hatte daraufhin seine Feststellungen auf Basis dieser korrigierten Liste getroffen.
Heute (05. Mai 2021) hat das RKI mitgeteilt und auf seiner Internetseite veröffentlicht (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Fallzahlen_Kum_Tab.html ), dass die Werte ohne die Nachmeldungen die nach § 28b Infektionsschutzgesetz maßgeblichen Werte sind.
Im Sinne einer bundesweit einheitlichen Rechtsanwendung kehrt deshalb das Land NRW auch wieder zu den Daten ohne die Nachmeldungen zurück. Die Zugrundelegung der „eingefrorenen“ Werte soll sicherstellen, dass die Werte keinen Schwankungen unterliegen und sich die Menschen auf das In- bzw. Außerkrafttreten von Maßnahmen mit einem zeitlichen Vorlauf einstellen können.

Fazit: Die vom RKI veröffentlichten zugrunde zu legenden Inzidenzwerte sind ab einschließlich dem 04. Mai 2021 die „eingefrorenen“ Werte, also ohne Aktualisierung von nachgemeldeten Fällen. Die Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen hatten sich für die korrigierten Werte stark gemacht, da diese die Situation vor Ort noch präziser beschreiben. Die „Rolle rückwärts“ stößt hier auf Unverständnis.

Angesichts der nunmehr geltenden Inzidenzwerte ist bei weiterhin fallenden Zahlen zu erwarten, dass die Schulen am kommenden Montag (10. Mai) wieder zum Wechselunterricht zurückkehren. Für die Kindertagesbetreuung würde das eine Rückkehr in den eingeschränkten Regelbetrieb (Betreuung aller Kinder, Gruppentrennung und Reduzierung der Betreuungszeit um 10 Stunden/ Woche) bedeuten.
PCR-Pooltests „Lollitests“ in Schulen und KiTas
Das Land NRW führt ab dem 10. Mai landesweit in den Grund- und Förderschulen „Lolli“-PCR-Tests ein. Die gemeinsam agierenden Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen haben dies zum Anlass genommen, die „Lollitests“ auch für Kitas zu diskutieren.
Derzeit bietet das Land NRW den Kindern und Beschäftigten in Kitas und Kindertagespflege zweimal wöchentlich einen Schnelltest (Selbsttest) an. Das verantwortliche Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration ist nach eigenen Angaben intensiv damit befasst, zeitnah kindgerechtere Testmöglichkeiten anzubieten. Dies werden voraussichtlich „Lolli“-Antigentests sein, die unmittelbar ein Ergebnis anzeigen und nicht, wie die „Lolli“-PCR-Tests, im Labor ausgewertet werden müssen. Die Krisenstäbe bleiben diesbezüglich in Abstimmung mit dem Ministerium. „Lolli“-Antigentests sind aus Sicht der Krisenstäbe wegen der leichten Anwendung, der sofortigen Ergebnisanzeige und der jederzeitigen Einsatzmöglichkeit den Lolli-PCR-Tests vorzuziehen. Zudem wären sie besser mit den Abläufen in Kita und Kindertagespflege vereinbar. Sie liefern innerhalb einer Viertelstunde das Ergebnis und erfordern keine aufwändige und zeitlich eng getaktete Labor- und Transportlogistik.

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