Direktkandidaten im Kurzportrait

Was wollen die Politiker in nächsten vier Jahren schaffen?

Altkreis Monschau. Am 26.09. wird gewählt. Wir haben den Direktkandidaten des Wahlkreises Aachen II folgende Fragen gestellt: 1. Warum engagieren Sie sich in der Politik? 2. Frage: Was sind die wichtigsten politischen Themen der nächsten vier Jahre? In der nächsten Ausgabe des WochenSpiegel präsentieren wir Ihnen fünf weitere Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Aachen II, denen die gleich Fragen gestellt und auch bereits vor dieser Veröffentlichung beantwortet wurden.

Helmut Keischgens
(Freie Wähler)
Alter: 56
Beruf: Steuerberater
Wohnort:  Simmerath
1,) Bereits seit 1999 engagiere ich mich mit der UWG Simmerath in der Gemeindepolitik, um den Meinungen der Bürger*innen mehr Gewicht zu geben. Bürgerbegehren und Bürgerentscheide müssen häufiger Grundlage für politische Entscheidungen finden. Auch ist mir Meinungsfreiheit sehr wichtig, daher habe ich mich gegen die großen Parteien entschieden, wo fast immer ein Fraktionszwang herrscht. In Berlin möchte ich mich zudem gegen den verbreiteten Lobbyismus einsetzen, damit die Interessen der Bürger*innen mehr in den Fokus geraten.
2.) Im Bundestag möchte ich mich als Sprachrohr der Bürger verstehen und mich für die Interessen meiner Mitmenschen in demokratischer Weise einsetzen.
Das wichtigste Ziel ist die Zukunft für unsere Kinder und Kindeskinder besser zu gestalten, dies Betrifft vor allem den Klimaschutz, aber auch die Schulbildung und Kinderrechte.
Hier möchte ich vor allem dabei auf den Zeitdruck drängen und die Maßnahmen schneller vorantreiben.
Daneben besteht großer Handlungsbedarf zur Reform der Einkommensteuer, wo untere Einkommensgruppen und Rentner*innen deutlich entlastet werden müssen, wobei mir die Erfahrungen als Steuerberater zu Gute kommen.
Beim Thema Pflege und Gesundheitswesen sind ebenfalls Korrekturen notwendig, um die Systeme bezahlbar zu halten und alte Menschen nicht vereinsamen zu lassen. Hier können z.B. Generationenwohnmodelle neue Wege eröffnen.

Eckhard Heck (Die Partei)
Alter: 58
Beruf: Auto
Wohnort: Aachen
1.) Ich habe keine Lust im Wartezimmer der Zukunft zu sterben.
2.) Was sind die wichtigsten politischen Themen der nächsten vier Jahre?
Ich bevorzuge die holistische Sichtweise. Alles hängt mit allem zusammen. Können Sie sich auch nur ansatzweise vorstellen, was passieren muss, damit wir sozial verträglich und ohne Verzicht-Dogma in 25 bis 30 Jahren CO2-Neutralität in relevanten Bereichen (wie Energie, Bauen, Verkehr u.s.w.) erzielen? Mit den vorhandenen Instrumentarien geht das sicher nicht. Schon der Begriff Klimaschutz verursacht mir Bauchschmerzen. Wann genau ist die Gesellschaft derart falsch abgebogen, dass die Natur, also unser aller Lebensgrundlage, des Schutzes vor den sogenannten technischen Errungenschaften und eines besorgniserregenden Konsumismus bedarf? Der Begriff Strukturwandel wird diesbezüglich zu eng gedacht. Ich denke, wir brauchen einen echten Paradigmenwechsel und das nicht nur in der Region.

Axel Susen (die Basis)
Alter: 60
Beruf: Unternehmer in IT und Softwareentwicklung
Wohnort: Herzogenrath
1.) Ich bin erstmals in meinem Leben politisch aktiv und inzwischen im Landesvorstand der Partei dieBasis NRW. Wir sind vor ca. einem Jahr mit 60 Menschen in NRW gestartet und steuern nun die Marke von 5.000 Mitgliedern in NRW an. Dieser Zulauf in nur einem Jahr bestätigt unser Anliegen, Politik neu aufzusetzen. Dabei wollen wir nicht nur die Corona-Maßnahmen stoppen, sondern auch die Gründe dafür in einem Gremium hinterfragen. Außerparlamentarisch existiert bereits der »Corona Ausschuss«. Diese Gruppe von Rechtsanwälten arbeitet seit einem Jahr daran, die Geschehnisse rund um Corona aufzuklären. Einige der  engagierten Akteure sind inzwischen Mitglieder der Partei dieBasis.
2.) Das wichtigste Thema der nächsten vier Jahre ist der Zusammenhalt der Gesellschaft, den wir wieder befördern müssen. Die Spaltung überwinden, die durch Themen wie Zuwanderung und Vermögensverteilung entstanden ist und durch Corona noch weiter verschärft wurde. Alle Bestrebungen, die in eine Zukunft steuern, die aus heutiger Sicht mit Unfreiheit befrachtet ist, sollten erkannt und hinterfragt werden. Wenn Teile der Gesellschaft die Kontrolle über ihr Leben abgeben und maximal durch Konzerne und Regierungen kontrolliert werden sollen, so erscheint mir das nicht erstrebenswert. Ich bin dafür, Europa von Grund auf zu demokratisieren, das heißt, die Regionen zu stärken und deren Stimmen in Brüssel Geltung zu verschaffen. Wir wollen Europa zu einer wirklich demokratischen Wertegemeinschaft machen.

Michael Winterich (AfD)
Alter: 44
Beruf:  Speditionskaufmann
Wohnort: Eschweiler
1.) Ich engagiere mich politisch, weil  ich genug habe von den leeren Versprechungen der etablierten Politik. Seit vielen Jahren höre ich nur Floskeln und »wir werden, wir müssen«, aber nichts ist besser geworden. Im Gegenteil, sämtliche Probleme eskalieren. Ich bin unvoreingenommen, habe immer ein offenes Ohr für die Bevölkerung, zögere nicht, mich für die Sorgen und Nöte unserer Bürger einzusetzen. Ich kann die Probleme der einfachen Leute sehr gut nachvollziehen. Die Politik grenzt viele Menschen einfach aus. Für diese Menschen bin ich da.
2.) Schwerpunktthemen der nächsten vier Jahre sind Mitbestimmung des Volkes, eine Rückkehr zur Vernunft, wozu ich echte Meinungsfreiheit und eine tabulose Diskussion zähle. Das Ansprechen von Missständen (auch zum Thema unendliche Migration, die gestoppt werden muss) sollte wieder möglich sein. Zunehmende soziale Unterschiede gilt es zu verringern. Natürlich die Auseinandersetzung mit Klimasschutz und Energie-Strukturwandel. Ich bin für eine sozial verträgliche Klimapolitik, die Umwelt und Menschen in Einklang bringt. Klimaschutz darf nicht eine Klima-Diktatur werden, sie darf sozial Schwache nicht benachteiligen. Ich bin für einen »Hybrid-Ausbau« unserer Energiepolitik: erneuerbare Energien gehen Hand in Hand mit fossiler Energie und Atomkraft. Ein vorgezogenes Ende der Kohlekraft wäre eine wirtschaftliche und energiepolitische Katastrophe für Deutschland. E-Mobilität ja, aber auch hier als Hybrid mit effizienten Verbrennungsmotoren.

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