Direktkandidaten im Kurzportrait

Altkreis Monschau. Am 26.09. wird gewählt. Wir haben den Direktkandidaten des Wahlkreises Aachen II folgende Fragen gestellt: 1. Warum engagieren Sie sich in der Politik? 2. Frage: Was sind die wichtigsten politischen Themen der nächsten vier Jahre? In der letzten Ausgabe des WochenSpiegel präsentierten wir Ihnen vier weitere Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Aachen II, denen die gleich Fragen gestellt und auch bereits vor dieser Veröffentlichung beantwortet wurden.

Catarina dos Santos (CDU)
Alter: 27
Beruf: Rechtsanwältin
Wohnort:  Weisweiler
1.) Wichtig ist mir, dass die Menschen in unserer Region - vor allem auch junge Menschen, eine starke Stimme in der Politik haben. Für mich ist Politik: Selber etwas gestalten, eigene Ideen entwickeln – und den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen. Daher engagiere ich mich im Eschweiler Stadtrat und im Städteregionsrat.
2.) Deutschlandweit: Mehr Klimaschutz und mehr Digitalisierung. Für uns in der Städteregion: moderner Hochwasserschutz, effizienter Strukturwandel mit erstklassigen Bildungs- und Berufschancen und eine hohe Lebensqualität überall!
Mit schnellem Internet bis 2025. Mit einer Landarztquote und flächendeckender Gesundheitsvorsorge. Mit selbstbestimmtem und seniorengerechtem Wohnen im Alter. Mit Unterstützung für den Traum von den eigenen vier Wänden. Ja zum Einfamilienhaus! Weniger Grunderwerbssteuer, damit junge Familien sich ein eigenes Haus leisten können.
Ich stehe für eine Mobilitätswende mit sicherem, sauberem und klimaneutralem Verkehr. Und für massive Investitionen in Straßen, Schienen und Radwege. Aber ich bin gegen jede Verbotspolitik: kein Dieselfahrverbot und kein generelles Tempolimit. Auf die Vernunft der Menschen zu setzen, ist besser, als Menschen zu bevormunden.


Lukas Benner
(Bündnis´90/Die Grünen)
Alter: 25
Beruf: Jurist / Doktorand
Wohnort: Aachen
1. Frage) Mein politisches Engagement fing vor über sieben Jahren mit der Absicht an, das Leben vor Ort in Rott zu verbessern. Die Kommune ist am nächsten an den Menschen, jedoch müssen die Probleme unserer Zeit mit rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen auf Bundesebene gelöst werden. Ich kandidiere jetzt für den Bundestag, um dort die Richtung der Politik zu ändern und mit meinem Fachwissen dazu beizutragen, die Klimakrise zu stoppen.
 
2. Frage) Die Politik muss in den nächsten vier Jahren alles dafür tun, die Klimakrise zu stoppen und das sozial gerecht. Neben dem Klimaschutz müssen wir den Fokus auf die Daseinsvorsorge legen. Zur Daseinsvorsorge gehört bezahlbarer Wohnraum überall, der Ausbau der Digitalisierung und des Mobilitätsangebots— egal ob Stadt oder Land. Daneben gilt es die Kinderarmut in diesem Land durch eine Kindergrundsicherung zu bekämpfen.



Claudia Moll (SPD)
Alter: 52
Beruf: Altenpflegerin
Wohnort: Eschweiler
1.) In meinem Leben war der soziale Gedanke schon immer sehr präsent – in meiner Arbeiterfamilie wählten alle seit jeher sozialdemokratisch. Hier habe ich gelernt: Wenn man sich für unsere Gesellschaft einsetzt, muss man immer das Wohl aller im Blick haben. Daher bin ich 1998 der SPD beigetreten.
Ein Thema hat mich immer besonders bewegt: Der Pflegenotstand. Es fühlte sich so an, als hätte die Pflege keine Lobby. Deshalb habe ich 2017 für den Deutschen Bundestag kandidiert – mit Erfolg.
 
2.) Ich stehe für gute Pflege. Ich setze mich für Pflege ein, die Pflegekräfte wertschätzt, Angehörige entlastet und zu Pflegenden respektiert.
 Gleichzeitig bin ich eine Abgeordnete, die für ihren Wahlkreis arbeitet. Gute Arbeitsplätze schaffen, Familien entlasten und das Ehrenamt unterstützen sind dabei meine Prioritäten.
Klimaschutz und Kohleausstieg gelingen nur gemeinsam und wenn jeder mitgenommen wird. Deswegen spreche ich mich für einen strukturierten, durchdachten Strukturwandel aus.
In der letzten Ausgabe des WochenSpiegel präsentierten wir Ihnen vier weitere Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Aachen II, denen die gleichen Fragen gestellt wurden.



Birgit Haveneth (FDP)
Alter: 46
Beruf:  Personal- und
Verwaltungsleiterin
Wohnort: Roetgen
1.) Menschen sollen, fernab von Ideologien, die Freiheit haben ihren Lebensentwurf individuell zu gestalten. Dazu gehören ein offener Austausch in den Parlamenten und eine Gesellschaft, die mit Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative für sich und andere bereit ist Verantwortung zu übernehmen, aber auch Toleranz und Respekt. Meine Herzensthemen sind die Themen rund um Arbeit verbunden mit privaten Herausforderungen. Es sollte heute nicht mehr nötig sein, dass Eltern oder pflegende Angehörige sich zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen. Hier sollten wir die Chancen, die die Digitalisierung mit sich bringt, nutzen! Digitalisierung und Flexibilisierung von Arbeit ermöglichen auch mehr Klimaschutz, beispielsweise durch weniger Verkehr. Eine Arbeits- und Familienpolitik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, ist unabdingbar, um für Wirtschaft und Arbeitsmarkt die Weichen richtig zu stellen.
 
2.) Neben dem Klimaschutz, der mittlerweile allen als wichtiges Thema bewusst ist, sind für mich die Arbeits- und Familienpolitik sowie die Digitalisierung besonders wichtig. Diese vier Themen sind alle miteinander verzahnt.



Johannes Koch (Die Linke)
Alter: 64
Beruf:  Ingenieur & Betriebsratsvorsitzender
Wohnort: Eschweiler
1.) Ende der 90er Jahre sind die unseligen neoliberalen Sünden von Hartz-Gesetzgebung bis zur Rentenreform durch SPD und Grüne verabschiedet worden. Das hat mein Gerechtigkeitsgefühl so stark getroffen, dass ich mich politisch aktivieren wollte.
2.) Das Wichtigste ist unser gemeinsames Ziel, Gerechtigkeit zu schaffen. Wir wollen die Armut abschaffen, soziale Sicherheit für alle schaffen, Klimaschutz sozial gerecht machen, Waffenexporte verhindern, einen Systemwechsel in Gesundheit und Pflege herbeiführen und die Macht der Banken und Finanzmärkte brechen.
Das Rentensystem muss wieder gestärkt werden, das Rentenniveau über 50% gehoben werden. Die kapitalmarktgesicherte Rente ist Zockerei zugunsten der Banken und Versicherer. Die Mindestsicherung für alle Menschen von 1.200 Euro und eine Mindestrente von 1.200 Euro sind Grundlage eines sicheren Sozialstaats. Die Lastenverteilung der Coronakrise gehört auf die starken Schultern der Gesellschaft mittels einer Vermögensabgabe und einer Vermögenssteuer.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.