»EiWo« gibt es ein halbes Jahrhundert

WochenSpiegel feiert seine Leser, Boten, Inserenten und sich

Altkreis Monschau. Man schreibt das Jahr 1966. Bundeskanzler Ludwig Erhard kann den Bruch der christlich-liberalen Koalition nicht verhindern, sodass Kurt Georg Kiesinger die erste große Koalition aus CDU und SPD bildete. Und Hans Georg Weiss ist der letzte Landrat des Kreises Monschau, als die Haushalte im Monschauer Land zum ersten Mal eine Ausgabe des Eifeler WochenSpiegel, später »EiWo« genannt, in ihrem Briefkasten vorfinden.

Während Erhard und Kiesinger längst Personen der Geschichte sind und an den Altkreis Monschau lediglich das MON-Kennzeichen erinnert, hat das Wagnis von Hans Georg Weiss nach wie vor Bestand: Der Monschauer WochenSpiegel kommt auch nach 50 Jahren einmal in der Woche in jeden Haushalt. Ein Erfolgsrezept auch heute noch für Georg Weiss in der stetigem Wandel unterliegenden Druckbranche: »Eigene Aufträge sind die sichersten!«

Damals war die Zahl der Kritiker, die Beginn und Ende des Anzeigenblattes nahe beieinander glaubten, hoch. »In eigener Sache« wandete sich der Verleger in der Erstausgabe an die Bevölkerung und wünschte sich, dass der WochenSpiegel einen Spiegel der Heimat darstellen möge. Ziel war es, dass dieses Medium zum Sprachrohr für Handwerk, Handel und Gewerbe einerseits, gleichermaßen aber auch zum Informationsträger für Vereine und Institutionen wird.

Heute, 50 Jahre später, sucht die Erfolgsbilanz des von Georg Weiss geführten Medienhauses in Imgenbroich und des WochenSpiegel ihresgleichen.

Modernste Technik

Sicher, der Umfang und die Herstellungsart haben sich in den letzten fünf Jahrzehnten grundlegend geändert. Wurden die Artikel und Anzeigen früher noch im Bleisatz gedruckt, erfolgt der Druck heute mit modernster Technik bei Weiss in einer der größten Druckereien Europas. Addiert man die Exemplare aller Titel, die Verlage des Hauses Weiss herausgeben, so liegt die Zahl bei wöchentlich rund 1,8 Millionen Zeitungen. Und der Grundstein dieses Erfolges wurde 1966 in Monschau gelegt, wo der WochenSpiegel noch heute liebevoll »EiWo« genannt wird.

Der WochenSpiegel, damals mal gerade sechs bis acht Seiten stark, hat sich nicht nur im Umfang verändert. Die Redaktion nahm schon bald einen immer wichtigeren Platz ein. Dabei steht die lokale Information nach wie vor im Mittelpunkt. Neben Berichten und Reportagen stehen Service-Angebote wie »Notdienste« oder unser Freizeittipp für eine übersichtliche Gliederung.

Print und Online

Zudem tritt der WochenSpiegel mit seinen Lesern in den Dialog und beteiligt sie an attraktiven Gewinnspielen. Dazu kommen überregionale Themen wie »Bauen & Wohnen«, »Auto aktuell« oder aber unsere immer bedeutsamer werdenden Sonderseiten »Gesund, schön & fit«. Und ab kommender Woche wird die Titelseite des Monschauer WochenSpiegel in veränderter Aufmachung erscheinen.

Der WochenSpiegel Monschau erscheint nicht mehr alleine als Printprodukt, sondern ist im Internet, bei Facebook oder als App in den modernen Medien präsent. Zudem hat sich das Portfolio mit »Live«, dem WochenSpiegel-Magazin, Sonderprodukten zu Events wie verkaufsoffenen Sonntagen oder sportlichen Großereignissen ebenso erweitert wie durch Ratgeber- Magazine.

Danke

Damals wie heute ist eines klar: Der Mensch steht im Vordergrund - als Mittelpunkt der Berichterstattung, als Leser, als Bote und als Inserent. Denn trotz allen Fortschritts und technischer Neuerungen hat der Monschauer WochenSpiegel letztlich seinen langjährigen Erfolg den Unternehmen und den Menschen in der Region zu verdanken. Sie haben als Kunden, Boten und Leser dem lokalen Anzeigenblatt seit Jahrzehnten die Treue gehalten. Ihnen allen ein herzliches DANKE und viel Spaß beim Lesen!

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