Helfen und helfen lassen

GenoEifel sucht Mitstreiter im Monschauer Land

Altkreis Monschau. »Ich möchte helfen und Hilfe annehmen - unbürokratisch und ohne schlechtes Gewissen.«

Für Miriam Sommer ist die Generationengenossenschaft Eifel (GenoEifel) ein Glücksfall. Sie hat einen »Ersatz-Opa« gefunden, der einspringt, wenn die Betreuung der Kinder schwierig wird. Zugleich unterstützt sie Geflüchtete und ältere Menschen bei Behördengängen.

Und genau das ist das Ziel der GenoEifel, die 2016 im Kreis Euskirchen ihre Anfänge nahm. Heute zählt sie 360 Mitglieder, auch aus der Nordeifel. Hinter ihr verbirgt sich eine Generationengenossenschaft, die im Idealfall alte Gesellschaftstrukturen durch eine  Mehrgenerationenregion auffangen will. Für Projektleiterin Corinne Rasky ist das Prinzip denkbar einfach:  Wer fit ist, hilft denen, die Unterstützung brauchen.  Es geht dabei um ehrenamtliche Begleitung und kleine Hilfen im Alltag - angefangen beim Vorlesen über Besuche auf den Friedhof bis hin zum Matratzen drehen, Betten neu beziehen, Glühbirne wechseln oder Rasen mähen.

Genau das tut auch Barbara Herpers-Berzborn aus Rollesbroich, die einer älteren Frau aus Roetgen Zeit schenkt und sich sogar mit ihr angefreundet hat. Dieser persönliche Kontakt ist schön, aber keineswegs ein Muss, unterstreicht Projektkoordinatorin Corinne Rasky.

Wichtig für die Menschen, die ehrenamtlich ihre Hilfe anbieten: Wer beisteht, soll das nicht ohne Gegenleistung tun. Daher führt die »GenoEifel«  Buch über die geleisteten Stunden, die man sich entweder auf einem Zeitkonto ansparen kann, um später selbst einmal ähnliche Dienst in Anspruch zu nehmen. Oder es besteht die Möglichkeit, sich die geleisteten Stunden bezahlen zu lassen. Und in der Vorweihnachtszeit kann man Gutscheine der »GenoEifel« kaufen und damit Zeit verschenken.

Im Simmerather Rathaus wurde kürzlich eine Koordinationsstelle eingerichtet. Und am Donnerstag, 14. November, lädt Corinne Rasky von 10.30 bis 12 Uhr zur offenen Sprechstunde ins Rathaus (Raum 104, 1. Etage) ein.

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