IHK schafft Perspektive für junge Menschen

Zara Mainz befragt ihren Vater, IHK-Präsident Wolfgang Mainz

Altkreis Monschau. Die Industrie- und Handelskammer Aachen unterstützt viele Menschen und Unternehmen in der Region. Doch was leistet sie eigentlich für junge Menschen? Aufklärung schafft ein Interview mit Wolfgang Mainz, dem Präsidenten der IHK Aachen.

 Zara Mainz, Tochter des IHK-Präsidenten hat ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der WochenSpiegel-Redaktion absolviert und sich mit ihrem Vater unterhalten:

Ist es überhaupt Aufgabe der IHK junge Menschen zu unterstützen?

Wolfgang Mainz: Ja, auf jeden Fall! Die IHK versucht junge Leute an Unternehmen heran zu führen und auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Es müssen Bedingungen geschaffen werden, um Schülerpraktika und Ausbildungsplätze ermöglichen zu können. Dafür ist die IHK zuständig. Außerdem spendet die IHK jedes Jahr an verschiedene Organisationen, die auch Kindern und Jugendlichen helfen.

Wie unterstützt die IHK Aachen Schüler, die ein Praktikum absolvieren möchten?

Wolfgang Mainz: In jedem Jahr bietet die IHK Schülern die Möglichkeit das Arbeiten im modernen Dienstleistungsumfeld kennen zu lernen. Das Projekt »Kooperation Unternehmen der Region und Schule« (KURS) pflegt über 200 Lernpartnerschaften zwischen Unternehmen und Schulen in der Region. Ziel dabei ist die Entwicklung sich selbsttragender, langjähriger Lernpartnerschaften zum Nutzen beider Seiten. Partner dieses Projekts sind zum Beispiel die schwartz GmbH oder  Weiss-Druck. Beim Projekt KURS sollen Themen aus Wirtschaft und Arbeitswelt in den Unterricht integriert werden und eine Praxisanbindung für schulische Fächer geschaffen werden. Das dient der besseren Vorbereitung der Schulabsolventen auf Anforderungen von Ausbildung und Studium.

Welche Institutionen für Schüler werden von der IHK unterstützt?

Wolfgang Mainz: Die IHK unterstützt das Deutsch-Französische-Kultur-Institut in Aachen und das, von der IHK gegründete, Deutsch-Niederländische Jugendwerk. Diese sollen deutschen Schülern die Kultur und Sprache der Nachbarländer näherbringen. Ein weiteres Schülerprojekt ist die Initiative GründerRegion Aachen. Das Ziel ist die Vergrößerung des regionalen Gründerpotenzials, durch Etablierung des Unternehmergeistes an den Schulen. Dies geschieht zum Beispiel durch Informationsveranstaltungen und der Vermittlung von Unternehmenspartnern.

Wie hilft die IHK Jugendlichen, die eine Ausbildung suchen?

Wolfgang Mainz: Die IHK Aachen gibt jährlich einen Lehrstellenatlas heraus, in dem alle Ausbildungsbetriebe vorgestellt werden. Im Lehrstellenatlas stellt die Kammer auch Fortbildungsmöglichkeiten während und nach der Ausbildung vor. Dazu zählen etwa duale Studiengänge, Kombi-Abschlüsse und Qualifizierungen im Ausland. Hinzu kommen Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung sowie viele Informationen rund um das Thema »Ausbildung«. Die IHK führt im Rahmen des Azubi-Speed-Dating jährlich mehrere Kontaktbörsen für Jugendliche durch, die einen Ausbildungsplatz suchen. Dort können Jugendliche kostenlos und ohne Anmeldung Kontakt zu Unternehmen aufbauen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Weiterhin bietet die IHK eine Mobilitätsberatung an, die allgemeine Fragen zu Auslandsaufenthalten und internationalen Ausbildungsinitiativen beantwortet. Zudem unterstützt die IHK auch junge geflüchtete Menschen bei Vorbereitung und Eintritt in die berufliche Ausbildung. In Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen und Initiativen hilft die IHK bei der Vermittlung von Ausbildungsstellen.

Warum ist es der IHK wichtig, junge Menschen zu unterstützen?

Wolfgang Mainz: Junge Menschen sind die Zukunft unserer Region. Man muss Perspektiven in der Arbeitswelt schaffen und sie an Berufe heranführen, an denen sie Interesse und Spaß haben. Nur mit motivierten jungen Leuten kann eine Gesellschaft sich weiterentwickeln. In der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg haben wir optimale Rahmenbedingungen für Ausbildungen und Studiengänge. Es ist ein großer Schritt von der Schule in das Berufsleben und die IHK hat es sich zur Aufgabe gemacht junge Menschen, bei ihrer schulischen Laufbahn, an die Hand zu nehmen.

Vom MGM zur IHK

Wolfgang Mainz ist 53 Jahre alt, lebt mit seiner Familie in Roetgen und hat sein Abitur am St. Michael-Gymnasium Monschau absolviert. Mainz ist in der Geschäftsführung der Bäckerei Oebel Verwaltungs GmbH und seit Januar 2018 Präsident der Industrie- und Handelskammer Aachen.

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