Infektionszahlen steigen stärker an, ein weiterer Todesfall

Karlspreis wird verschoben - Kinder-Betreuung nur im Notfall

Altkreis Monschau. Die gemeinsam tagenden Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen haben sich am Mittwochmorgen erneut getroffen, um die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus zu besprechen. Dabei wurde festgehalten, dass es insgesamt in der StädteRegion nunmehr 618 positive Fälle gibt, davon 315 in der Stadt Aachen. Es gibt einen weiteren Todesfall in einem städteregionalen Krankenhaus zu vermelden: Ein 1954 geborener Mann aus Aachen ist gestorben. Somit erhöht sich die Zahl der Todesfälle in der StädteRegion Aachen auf acht.

Mit Blick auf die Entwicklung in Sachen Corona-Virus wird die ursprünglich am 21. Mai 2020 vorgesehene Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen an den rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis verschoben. Gleiches gilt für die mit der Preisverleihung verbundenen Veranstaltungen des Rahmenprogramms, den Jugendkarlspreis sowie das Karlspreis-Europa-Forum. Darauf hat sich das Karlspreisdirektorium in einer Telefonkonferenz am 24. März verständigt.

 

Das Kommunale Abstrichzentrum in Eschweiler ist wochentags, 8 bis 18 Uhr, erreichbar. Aktuell brauchen Menschen, die bereits getestet wurden, besonders viel Geduld, bis ihnen das Ergebnis mitgeteilt werden kann. In den Laboren ist es in den vergangenen Tagen zu erheblichen Engpässen gekommen. Da inzwischen verschiedene Optimierungsmaßnahmen greifen, gehen Stadt und StädteRegion davon aus, dass sich der Ablauf in den nächsten Tagen noch besser einspielt. Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/5198-7500 anrufen. Gehörlose können sich per E-Mail an KAZ-Leitung@staedteregion-aachen.de wenden, um einen Termin nach Prüfung zu erhalten.

Betreuungsanspruch nur im Notfall nutzen

Die NRW-Landesregierung hat geregelt, dass seit Montag (23. März) auch Kinder einen Betreuungsanspruch haben, bei denen nur ein Elternteil eine so genannte Schlüsselperson ist. Bislang wurden nur Kinder betreut, wenn beide Erziehungsberechtigten solche Schlüsselpersonen in der kritischen Infrastruktur sind. Das Betreuungsangebot für diese Kinder wird bei nachgewiesenem Bedarf auch auf Wochenenden und die Osterferien ausgedehnt. Eltern müssen sich mit der Bescheinigung ihres Arbeitsgebers direkt an die jeweilige Schul- oder Kitaleitung wenden. Einen Betreuungsanspruch haben auch die Eltern, die keinen Vertrag mit einem Kindertages-Betreuungsangebot haben. Eltern wenden sich in diesen Fällen an das jeweilige örtliche Jugendamt.

Gleichzeitig appelliert das Land an die Eltern, dass die Inanspruchnahme dieser Neuregelung auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt bleiben sollte. Kinder sollen nur dann in die Einrichtung gebracht werden, wenn die Eltern die Betreuung wirklich nicht selbst wahrnehmen oder anderweitig verantwortungsvoll -nach den Empfehlungen des RKI - organisieren können. An die Arbeitgeber appelliert Minister Joachim Stamp, sehr genau und kritisch zu prüfen, ob Eltern derzeit für die Arbeit vor Ort wirklich unabkömmlich sind oder ob andere Lösungen ermöglicht werden können. Ziel ist, dass die Betreuungsgruppen nicht größer werden, als unbedingt erforderlich.

 

Für Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen unterhält seit Beginn der Krisenstabsaktivitäten für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline über 0241/510051 (an Werktagen und am Wochenende von 8 bis 18 Uhr) eingerichtet. Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Hotline zum Corona-Virus unter der Nummer 0211/91191001 geschaltet. Medizinischer Bereitschaftsdienst: Die hausärztlichen Bereitschaftsdienste sind auch am Wochenende über die Hotline 116117 zu erreichen. Ausdrückliche Bitte an die Bürger: Bitte blockieren Sie nicht unnötig die Notrufnummern 110 und 112!

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