Risikopatienten werden geimpft

Bestehende Wartelisten werden nach Ostern zügig abgearbeitet

Altkreis Monschau. Ernst, ja teils dramatisch war die Situation für Risikopatientinnen und -patienten lange. Sie gelten ganz objektiv als besonders gefährdet durch das Coronavirus und haben, wenn sie nicht über 80 Jahre alt waren, lange auf ihre Impfung warten müssen. „Doch jetzt geht es endlich voran“, weiß der städteregionale Gesundheitsdezernent, Dr. Michael Ziemons zu berichten.

Das Land NRW hatte der StädteRegion am Freitag (26.03.2021) kurzfristig mitgeteilt, dass einmalig 4.000 zusätzliche Dosen Impfstoff von Biontech/Pfizer zur Verfügung gestellt werden. Diese werden in der StädteRegion Aachen nun schon seit Montag vorrangig Risikopatientinnen und -patienten zur Verfügung gestellt. „Gerade diese besonders gefährdeten Gruppen, die seit Monaten Angst um ihr Leben haben, brauchen zu Beginn der dritten Welle unseren besonderen Schutz. Wir sind froh, dass wir nun endlich helfen dürfen“, so Ziemons.

Ein einfaches Attest über die Zugehörigkeit zu einer Patientengruppe nach § 3 Abs 1, Ziffer 2 der Impfverordnung reicht aus, eine konkrete Diagnose ist nicht erforderlich. Die Zugehörigkeit nach diesem § 3 der Impfverordnung ist allerdings wichtig, denn darunter sind genau die Vorerkrankungen gelistet, für die jetzt diese erste Marge an Impfdosen vorgesehen ist. Ziemons: „Risikopatienten mit Vorerkrankungen nach dem § 4 sind allerdings momentan noch nicht für die Impfung vom Land vorgesehen. Wir hoffen aber sehr, auch diesem Menschen möglichst bald ein Impfangebot unterbreiten zu dürfen.“

Die bereitgestellten 4.000 Impfdosen für Risikopatienten haben noch nicht ausgereicht um alle aus der aktuellen Berechtigtengruppe zu versorgen. Alle Betroffenen, die keinen Online-Termin mehr buchen können, nachdem alle Termine schon vergeben waren, können sich auch jetzt noch mit einer Mail an kgs-impfbitten@staedteregion-aachen.de mit Angabe ihres Attestes nach § 3 Abs 1, Ziffer 2 der Impfverordnung auf eine Warteliste setzen lassen.

„Wir werden ab der Woche nach Ostern gezielt darangehen, diese tatsächlich immer noch lange Warteliste Stück für Stück abzuarbeiten. Das wird dann auch nicht in homöopathischen Dosen, sondern wirklich spürbar erfolgen. Zudem haben wir jetzt auch schon gezielt Dialysepraxen und andere Facharztpraxen gewinnen können, die vor Ort ihre Patienten impfen werden. Das ist ein neues Modell, von dem wir uns auch noch eine zügigere Versorgung der Risikogruppen mit Impfstoffen versprechen“, sagt Dr. Ziemons.

Enge Kontaktpersonen sollen perspektivisch über die Hausärzte geimpft werden, zunächst kommt es darauf an, möglichst viele Risikopatienten zu schützen.

Eine Ausnahme stellen Eltern von schwerkranken Kindern dar, die zu jung sind, um geimpft zu werden (weil die Impfstoffe erst ab 16 Jahren zugelassen sind). Diese Eltern werden gebeten, sich über die Adresse kgs-impfbitten@staedteregion-aachen.de (oder postalisch: StädteRegion Aachen, KGS Impfbitten, 52090 Aachen) mit ihren Kontaktdaten und einem Attest des Kindes zu melden.

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