Ruhehain künftig auch in Monschau?

Altkreis Monschau. Der Fraktionsvorstand der CDU hat auf Anregung der Ortsvorsteher Matthias Steffens (Konzen) und Peter Theissen (Höfen) den Ruhehain in Hürtgenwald besucht und wurde dort durch den Geschäftsführer der "Ruhehain Hürtgenwald GmbH", Ralf Görner geführt und fachkundig informiert.

Träger des Friedhofes ist die Gemeinde Hürtgenwald, bei der auch Herr Görner beschäftigt ist. Der Betrieb wurde aber o.g. GmbH übertragen, an der neben der Gemeindeentwicklungs- und Dienstleistungsgesellschaft auch weitere private Gesellschafter beteiligt sind. Dort gibt es etwa 200 Bäume mit etwa 1.700/1.800 Bestattungsstellen. Ein Jahr nach Eröffnung sind bereits 120 Nutzungsrechte vergeben.

"Das Thema alternative Bestattungsformen gewinnt in den letzten Jahren an Bedeutung, dazu zählt auch die Urnenbestattung im Wald. Neben dem Ruhehain in Hürtgenwald gibt es in Bad Münstereifel zwei ähnliche Einrichtungen", so Fraktionsvorsitzender Kreitz. Waltraud Haake: "Auch bei uns hat sich in den letzten Jahren, nicht zuletzt auch durch den demographischen Wandel, ein Wandel der Bestattungskultur vollzogen, längst sind die meisten Bestattungen Urnenbeisetzungen."

Die CDU wird daher das Thema "Ruhehain für Monschau" in einem Antrag an die Verwaltung aufgreifen, der beinhaltet diese spezielle, naturnahe Form der Bestattung auch für Monschau zu prüfen.

In diesem Zusammenhang gilt es weitere Aspekte der Bestattungskultur zu prüfen und mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Bestattern und den Kirchen zu diskutieren: Z.B. ist zu prüfen, ob das - sich in Mützenich bewährte - Streufeld (Aschenbeisetzung ohne Urne,mit zentraler Gedenkstätte) auch für andere Orte in Frage kommt. Bürgeranliegen ist in einigen Orten, die sog. "Sondereihengrabstätten" (Gräber für Erd- oder Aschenbestattung, mit kleinen "Bodenplatten" als Grabkennzeichnung und der übrigen Grabbeetfläche als Rasen). "Der CDU ist bei diesem zutiefst persönlichen und emotionalen Thema wichtig, neben den klassischen Formen, auch moderne Bestattungsalternativen anzubieten, so gewünscht. Wichtig ist auch, dass alle Formen der Bestattung für die Familien bezahlbar bleiben, von der Aufbahrung in der Friedhofskapelle bis zur Wahl der Grabstätte", so Kreitz, der betont, nach  wie vor prägen das Bild unserer Friedhöfe natürlich schön gepfelgte, blumengeschmü  ckte Grabstätten.

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