So kann es was werden mit dem Glasfaser-Ausbau

Fachleute bieten unabhängige Sprechstunde an

Altkreis Monschau. Die einen hoffen, die anderen bangen - viele sind aber auch unsicher, unentschlossen oder gar desinteressiert. Seit Monaten gibt es in Vereinen, an Stammtischen oder beim Einkaufen in den Gemeinden Simmerath und Roetgen fast nur ein Thema: Den möglichen Glasfaser-Ausbau.

»Wir haben reichlich informiert - bei Bürgerinformationen, am Infomobil oder im Serviceshop«, glaubt sich Dennis Schiefke, Projektmanager der Deutschen Glasfaser GmbH, auf einem guten Weg. Und doch kommen immer wieder Fragen auf.

Abhilfe leisten nun engagierte und kompetente Bürger, die ihren Mitmenschen unter die Arme greifen wollen, um gemeinsam auf die schnelle Datenautobahn aufspringen zu können.

»Es gibt noch viel Unsicherheit, gerade bei älteren Bürgern«, weiß Jannik Zimmer aus Eicherscheid. Er surft zu Hause ständig von der »Eieruhr« begleitet durch das Internet. Ein Umstand, den er so schnell wie möglich beseitigt sehen will. »Es geht um die Zukunftsfähigkeit unseres Lebensraums«, stellt der Elektroniker unumwunden fest. »Wir werden die Glasfaser-Anschlüsse kostenlos in Betrieb nehmen, bei Problemen zur Seite stehen«, versichert Andre Bohnen. Der Fachinformatiker wohnt in Huppenbroich und ist froh, dass er in seinem Ort viele Menschen von der Glasfaser-Technologie begeistern konnte.

Einmalige Chance

»Anderorts ist aber noch viel zu tun«, weiß auch Daniel Bollig. »Der Ausbau durch die Deutsche Glasfaser GmbH ist eine einmalige Chance - alle anderen Betreiber zieren sich, in den ländlichen Raum zu investieren«, unterstreicht der Energie-Elektroniker.

»In Aachen steht an jeder Straßenecke ein Verteilerkasten, da ist der Datentransfer kein Problem«, hebt Michael Rüttgers heraus. Der Informatiker lebt in der Kaiserstadt, möchte aber nach Eicherscheid zurückkehren und dann nicht einen technologischen Rückschritt erleben.

»Am 4. September ist Schluss«, stellt Dennis Schiefke klar. Es werde keine weitere Verlängerung der Nachfragebündelung geben. »Wenn wir dann nicht die 40 Prozent erreicht haben, wird es eng«, weiß auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Gemeinsam mit dem Roetgener Amtskollegen Jorma Klauss versichert er, dass man dem Unternehmen bei den Baumaßnahmen auf die Finger gukcne werde und bereits jetzt bei Straßenbaumaßnahmen Vorkehrungen treffe. »Wir sind bereit - es liegt am Bürger«, so Jorma Klauss.

Die Experten kommen auf www.wochenspiegellive.de zu Wort.

Unabhängige Experten stellen sich

Die »Bürger-für-Bürger«-Initiativen in Roetgen und Simmerath laden zu offenen Sprechstunden ein, in denen Fragen gestellt, Missverständnisse ausgeräumt, aber auch gemeinsam Anträge ausgefüllt werden können. Up- und Download, Streaming, Fibre To the Home (FTTH): Was ist das und wozu bzw. braucht man das überhaupt? Welche Möglichkeiten ergeben sich dadurch für unsere Gemeinde? Warum ist das für unsere Mitbürger so interessant?

Diese finden in Roetgen am Dienstag und Donnerstag, 22. und 24. August, von 18 bis 20 Uhr im Rathaus statt. In Simmerath werden sie am Montag und Mittwoch, 28. und 30. August, von 18 bis 20 Uhr angeboten.

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