Wer folgt auf die Ära Merkel?

Briefwahl-Rekord bei der Bundestagswahl

Altkreis Monschau. Am Sonntag, 26. September, steht eine Bundestagswahl an, die zugleich den Schlusspunkt einer Ära setzt. Zur Verdeutlichung: Die 18-jährigen Erstwähler waren gerade mal zwei Jahre alt, als Angela Merkel vor 16 Jahren am 22. November 2005 Bundeskanzlerin wurde.

Glaubt man den Umfragen im Vorfeld dieser Wahl, dann könnte ein spannender Wahlabend anstehen. Offensichtlich sind noch viele Wähler unentschlossen, wem sie ihre Stimme geben. Viele haben wohl auch schon gewählt. Zumindest erwartet die Deutsche Post einen neuen Briefwahlrekord und verweist auf eine Umfrage, nach der rund 38 Prozent der Befragten ihre Stimme per Brief abgeben wollen.

Im Wahlkreis 88, der die Kommunen des ehemaligen Kreises Aachen - also die gesamte Städteregion mit Ausnahme der Stadt Aachen - umfasst, sind insgesamt 226.464 Bürger für die Bundestagswahl wahlberechtigt. Wer sich den Gang zu seinem Wahllokal sparen möchte, kann sich auch jetzt noch für die Briefwahl entscheiden, hat aber bestimmte Fristen einzuhalten. Demnach haben aktuell 80.314 Wahlberechtigte (rund 35,5 Prozent) Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl beantragt. Im Jahr 2017 waren es zum gleichen Zeitpunkt vor der Wahl nur 23,9 Prozent. Die geringste Briefwahlbeteiligung zeichnet sich aktuell mit 31,9 Prozent in Alsdorf ab, die höchste mit 51,4 Prozent in Roetgen. Das sind faktisch 3480 Briefwalanträge - 2017 zählte das »Tor zur Eifel« einen Briefwähler-Anteil von 35,1 Prozent. Auch in Monschau und Simmerath geht der Trend immer mehr zur vorgezogenen Wahlmöglichkeit. So verzichten in der Stadt Monschau bislang 44,6 Prozent auf den Gang ins Wahllokal für die Stimmabgabe (2017: 27,0 Prozent), in der Gemeinde Simmerath nutzen 42,0 Prozent die Briefwahl (2017:  26,4 Prozent)
Nach Mitteilung der Städteregion Aachen können die Briefwahlunterlagen bei den zuständigen Stadt- und Gemeindeverwaltungen  grundsätzlich bis Freitag, 24. September, 18 Uhr angefordert werden. In bestimmten Ausnahmefällen, etwa wenn bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung der Wahlraum nicht oder nur unter nicht zumutbaren Schwierigkeiten aufgesucht werden kann, ist dies bis Sonntag, 26. September, 15 Uhr, möglich.

Da die letzte Zustellung der Post vor der Wahl am Freitag, 24. September, bei den Städten und Gemeinden erfolgt, mussten Wahlbriefe spätestens am Donnerstag, 23. September, zur Post gebracht werden.
Sie können aber auch direkt bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen abgegeben werden. Berücksichtigt werden nur Wahlbriefe, die am Sonntag, 26. September, bis spätestens 18 Uhr eingegangen sind.

Neun Direktkandidaten im Wahlkreis 88

Im Wahlkreis 88 werben sich gleich neun Direktkandidaten um die Erststimme der Wähler. Direkt als Abgeordnete in den Bundestag einziehen wollen Catarina dos Santos (CDU), die amtierende Bundestagsabgeordnete Claudia Moll (SPD), die 2017 das Direktmandat holte, Birgit Haveneth (FDP), Michael Winterich (AfD), Lukas Benner (Bündnis 90/Die Grünen), Johannes Koch (Die Linke), Eckhard Heck (Die Partei), Helmut Keischgens (Freie Wähler) und Axel Susen (die Basis). Wer wissen will, wie das Rennen ausgeht, kann am Wahlabend per Internet live die Ergebnisse in Echtzeit verfolgen. Den Link findet man am Wahltag direkt unter: www.staedteregion-aachen.de

Zudem können die Ergebnisse auch auf dem Smartphone mit der App »VoteManager« der regioit Aachen abgefragt werden. Die App ist für Android und IOS jeweils kostenlos erhältlich.

Die Bürger von Schmidt, Vossenack, Simonskall und Raffelsbrand stimmen im Wahlkreis 90 ab, der den gesamten Kreis Düren umfasst und knapp 200.000 Wahlberechtigte zählt. Dort kann mit der Erststimme zwischen elf Direktkandidaten gewählt werden: Thomas Rachel, der 2017 als Direktkandidat nach Berlin gewählt wurde (CDU), Dietmar Nietan (SPD, ebenfalls Bundestagsabgeordneter), Laura Jacobsen-Litting (FDP), Chris Ändra (Bündnis 90/Die Grünen), Wolfgang Kochs (AfD), Valentin Raimund Veithen (Die Linke), Frank Bank (Freie Wähler), Philipp Benno Eismar (Piraten), Stephan Staß (Die Partei), Werner Hürttlen (dieBasis) und Peter Helmer (Unabhängige).

Mehr zu den Ergebnissen gibt es auf https://www.kreis-dueren.de/politik/wahlen.php

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