Zehn Mal durch die gleiche Messstelle

Altkreis Monschau. Die aktuelle Unfalllage sowie massive Beschwerden von Anwohnern führten die Polizei Düren erneut zur L 218/Panoramastraße.

So wurde am Freitag die Geschwindigkeit mittels einer ESO-Geschwindigkeitsmessanlage auf dem unfallträchtigen Teilstück zwischen Vossenack und der Mestrenger Mühle bis in die späten Abendstunden überwacht.

Bei geringem Verkehrsaufkommen wurden über 40 Fahrzeugführer festgestellt, welche sich nicht an die dort zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h hielten. Zehn Motorradfahrer waren so schnell, dass sie mit einer Anzeige und einem Punkt in Flensburg rechnen müssen. Aber auch zwei Sportwagenfahrer befanden sich im Anzeigenbereich.

Ein Motorradfahrer konnte wohl nicht genug vom "Kurvenkratzen" bekommen. Gleich zehn Mal fuhr der Mann, ein 49-Jähriger aus Köln, durch die Messstelle - und das immer schneller. Am Ende stand ein Wert von 85 km/h auf dem Messfoto. Da er aber immer wieder wendete, um einen neuen Anlauf zu nehmen, kam er nicht bei den beiden Anhaltetrupps an. Darum machte sich das zivile ProVida-Motorrad auf die Suche nach ihm und konnte ihn noch fahrend ausfindig machen. Weil er offensichtlich seine eigenen Zeiten verbessern wollte, wird ihm nun nicht nur der reine Geschwindigkeitsverstoß, sondern eine Straftat wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens vorgeworfen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wird eine Strafanzeige gefertigt, der Führerschein wurde sichergestellt.

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