Bei Weiss startet das große Impfen

Ab Donnerstag werden Mitarbeiter geimpft

Imgenbroich. Die Priorisierung ist aufgehoben und neben Hausärzten sollen auch Betriebsärzte die Impfkampagne gegen das Corona-Virus weiter beschleunigen. Auch im Medienhaus Weiss werden nun die ersten Mitarbeiter geimpft.

Frühzeitig hat Dr. Margot Lakemeyer als langjährige Betriebsärztin des Medienhauses Weiss Impfdosen geordert. Und so werden ab Donnerstag »Impfwillige« bei Weiss mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer gegen eine Infektion mit COVID-19 geschützt. »Wir begrüßen das Engagement von Frau Dr. Lakemeyer und ihre Impfkampagne in unserem Haus«, erklärt Thomas Haas, Leiter Personal-Organisation-Recht. Geeignete Räumlichkeiten im ehemaligen RWE-Gebäude auf dem Firmengelände wurden gemäß der Vorgaben des Robert-Koch-Institutes eingerichtet, damit ein sicherer Impfablauf möglich ist. »Auch bei der Terminkoordination, Fragen des Datenschutzes, dem Aufklärungsgespräch sowie der Meldung an das RKI haben wir unsere Betriebsärztin unterstützt«, so Haas. Die Mitarbeiter wurden frühzeitig über das Impfangebot informiert und entsprechende Termine vereinbart.

Die Fachärztin für Arbeitsmedizin schildert, warum sie sich für das Impfen der Mitarbeiter im Medienhaus Weiss engagiert: »Durch die Corona-Schutzimpfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduziert werden. Wenn sich ausreichend viele Menschen impfen lassen, dann wird trotz fortbestehender Infektionsgefährdung durch Covid-19-Viren ein normaler Alltag möglich sein - wir werden arbeiten und unsere Freizeit gestalten, zur Schule gehen können und wieder reisen.« Die Menschen, die bei Weiss arbeiten, kenne sie seit vielen Jahren und es liege ihr am Herzen, dass sie und ihre Angehörigen gesund durch diese Pandemie kommen.

Kommt das Impfen in den Betrieben noch früh genug?

Dr. Lakemeyer: Ja, auf jeden Fall. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir früher mit dem Impfen im Betrieb begonnen hätten. Aber es war richtig zunächst die Menschen mit dem höchsten Risiko zu impfen mit dem vorhandenen Impfstoff.
Nun wurde die Priorisierung aufgehoben, damit können die Unternehmen nach und nach ihrer gesamten Belegschaft ein Impfangebot machen. Wenn ausreichend Impfstoff geliefert wird, werden wir damit sehr rasch sehr viele Menschen erreichen können. Im Betrieb ist der Betriebsarzt oft auch ein vertrauensvoller Ansprechpartner für Menschen, die Fragen zur Covid-Impfung haben. Je mehr der Mitarbeiter über die Impfung, über deren Wirkung und Risiken weiß, desto besser kann er sein persönliches Risiko einschätzen und eine für ihn und seine Familie richtige Entscheidung treffen.

Wie hilft dieses gegen das Infektionsrisiko in den Betrieben?

Dr. Lakemeyer: Wie in allen anderen Bereichen auch, hilft eine hohe Impfquote unter den Mitarbeitern Betriebsschließungen, Kurzarbeit, erzwungenes Homeoffice und viel persönliches Leid durch Covid-Erkrankungen zu vermeiden. Positiv ausgedrückt – wieder ungezwungen in der Kantine gemeinsam Pause zu machen, mit der Fahrgemeinschaft zur Arbeit kommen, einen guten Kollegen in den Arm zu nehmen, keine Angst um meine Arbeit zu haben, den nächsten Urlaub zu planen - das werden wir nur dann zeitnah erreichen, wenn sich viele Menschen für eine Impfung entscheiden.
Das Impfen im Betrieb wird auch ein wichtiger Baustein für die Zukunft, wenn tatsächlich routinemäßig ein- bis zweimal jährlich Auffrisch-Impfungen notwendig werden. Das Angebot im Betrieb ist niederschwellig und mit einem geringen Zeit- und Infektionsrisiko für den Mitarbeiter verbunden.
 
Wie werden Sie bei Ihrer Impfkampagne von höherer Instanz unterstützt?

Dr. Lakemeyer: Die Geschäftsleitung von Weiss hat die Vision seinen Mitarbeitern in einem eigenen Impfzentrum eine Covid-Impfung anzubieten. Trotz schwieriger Voraussetzungen haben sie weder Aufwand noch Kosten gescheut. Und in der Weiss-typischen Art haben alle dabei mitgeholfen diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Räumlichkeiten wurden coronakonform eingerichtet, notwendige Einrichtungen und Verbrauchsmaterial beschafft, Personal geschult und bürokratische Schwellen gemeistert. Ich freue mich hier Betriebsärztin zu sein und erwarte mit Spannung die ersten Mitarbeiter zur Impfung.«

Über 350.000 Impfungen in der Städteregion

Die nordrhein-westfälischen Arztpraxen werden vom Bund über die Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel mit Impfdosen versorgt. Bis zum 1. Juni haben ca. 267.600 Menschen in der StädteRegion Aachen eine Erstimpfung erhalten. Rund 92.200 wurden bereits zweimal geimpft.

Übrigens: Ab sofort werden auch die Kinder- und Jugendärzte in die Impforganisation einbezogen. Sie können ebenfalls Impfdosen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren bestellen. Grundsätzlich erfolgen die Impfungen in den Arztpraxen in eigener Verantwortung. Daher bleibt es auch den jeweiligen Arztpraxen überlassen, in welcher Reihenfolge und an welche Patienten Impftermine auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Impfdosen vergeben werden.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.