Krippenfreunde bestaunen Eifeler Baukunst

Ausstellung von Krippen im Monschauer Aukloster

Monschau. 1500 Arbeitsstunden haben Reinhold Schmitz und Karl-Heinz Halmes in die Geburtsszene von Jesus Christus investiert, die sie in die Monschauer Altstadt verlegt haben. Und das ist nur eine von 70 Krippen, die am Wochenende im Aukloster ausgestellt werden.

Krippenfreunde aus 21 Verbänden weltweit weilen in diesen Tagen zum Weltkrippenkongress in der Region. Dieser findet alle vier Jahre statt - diesmal wird er von den Rurdorfer Krippenfreunden gemeinsam mit den »Vrieden van der Kerstgroep« aus den Niederlanden und dem in Losheim ansässigen Verband der Krippenfreunde Belgiens organisiert. 390 Gäste werden zum fünftägigen Kongress erwartet.

»Diese Ansammlung an Kompetenz im Krippenbau ist einzigartig und wird es so wohl nicht ein zweites Mal in der Region geben«, ist Reinhold Schmitz voller Vorfreude. Seine Leidenschaft gehört den Krippen und seit 17 Jahren steht er unter anderem den Hauskrippenbauern Monschauer Land vor.

Während die Kongressteilnehmer Ausstellungen in den Niederlanden und Belgien besuchen, eine Besichtigung der Landschaftskrippe mit dem singenden Hirten in Höfen sowie der Krippana in Losheim geplant ist, laden die Hauskrippenbauer zur Ausstellung ins Aukloster.

Krippenbaumeister Ferdi Saßmann aus Kall wird 28 seiner Krippen präsentieren. Saßmann, der unter anderem  die Krippenbauschule in Klüsserath an der Mosel leitet, gilt vor allem in Österreich und Italien als ausgewiesener und gefragter Fachmann für den Krippenbau.

Mehr als 30 weitere Krippen - orientalisch, auf der Flucht oder gar als Passionskrippe - stellen die Hauskrippenbauer Monschauer Land aus.

Der ganze Stolz von Reinhold Schmitz und Karl-Heinz Halmes sind die drei Krippen-Dioramen mit Monschauer Schauplätzen:
Die Szene der Verkündigung, in der der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria die frohe Botschaft überbringt, dass sie den Sohn Gottes empfangen und gebären werde, haben die Krippenbauer in das Cafe Kaulard verlegt. Aus der Küche, in der Maria beim Zubereiten des Essens ist, hat der Betrachter durch zwei Fenster einen perspektivischen Blick auf den Monschauer Markplatz.
Die zweite Szene zeigt die Herbergssuche, die Krippenbauer in das Fachwerkhaus des Stadtarchives gelegt haben. Dort steht der Wirt auf der Haustreppe und zeigt den Herberg suchenden Maria und Josef den Weg in Richtung Holzmarkt. Diese Szene hat Halmes und Schmitz nicht vollendet, so dass die Besucher der Aussteller die Arbeitsweise und den großen Arbeitsaufwand erkennen können.
Die Geburtsszene findet statt in einer Garage zwischen dem Holzmarkt und der Laufenstraße in der verschneiten Altstadt. Im Hintergrund der Häuserzeilen ist auch das rote Haus zu sehen...

21. Weltkrippenkongress

Vertreter aus sieben nationalen Krippenvereinigungen haben 1952 den Weltkrippenverband gegründet.
Heute gehören diesem 21 Krippenverbände aus Europa, USA und Südamerika an.
Ziel ist die Pflege, Förderung und der Erhalt der Krippentradition.
Die Ausstellung kann von den Kongressteilnehmern vom 16. bis 18. Januar besucht werden.
Interessierte können die Ausstellung am Samstag, 18. Januar, von 13 bis 17 Uhr und am Sonntag, 19. Januar, von 10 bis 17 Uhr besuchen.

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